Wolfenstein Youngblood Review

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8.1

Sehr gut

Wolfenstein Youngblood ist seit kurzer Zeit erhältlich und wir waren bereits im Vorfeld sehr gespannt darauf, wie sich das Game im Koop Modus anfühlt. Zum ersten Mal der Serie dürfen wir nämlich gemeinsam mit einem Kumpel gegen die Nazis kämpfen.
Die Ableger aus dem Hause Bethesda genießen eigentlich schon immer die Gunst der Spieler. Knallharte Shooter Action mit einer interessanten „Alternativ-Story“. Kann Wolfenstein Youngblood für die aktuellen Konsolen auch überzeugen? Mehr dazu in unserem Test.

Wolfenstein Youngblood Feinde

Ihr dürft euch wieder auf unzählige Feinde freuen

In die Fußstapfen des Vaters

Unser beliebter Hauptprotagonist der vergangenen Teile B.J. Blazkowicz ist verschwunden. Ihr schlüpft in Youngblood in die Rollen der Zwillingstöchter Jessica und Sophia und macht euch auf die Suche nach eurem Vater. Die Handlung spielt 20 Jahre nach den Geschehnissen von The New Colossus. Die Nazis bereiten gerade noch ein härteres Regime vor als jemals zuvor. Ob die zwei Damen das Zeug haben in die Fußstapfen des Vaters zu treten liegt am Ende an euch!

Wolfenstein Youngblood bedient sich dabei an die bewährte Formel: Ihr tötet viele Nazischergen, die mal mehr und weniger gepanzert sind und müsst ab und an Bosskämpfe absolvieren. Denn die Feinde sind kreativ und haben mächtige Maschinen errichtet. Die Heil- und Rüstungsgegenstände könnt ihr überall finden und euch damit verstärken. Im Grunde ist also alles beim alten geblieben. Der einzig große Unterschied zu den Vorgängern ist klar: Der Koop Modus! Entweder kämpft ihr euch alleine durch und werdet dabei von einer KI unterstützt, oder ihr holt euch Online (Öffentlich oder privat) Hilfe und absolviert gemeinsam alle Missionen.
Es lohnt sich definitiv mit einem Buddy auf Tour zu gehen. Die Action und das Kämpfen gegen das Nazi Regime macht im Koop Modus deutlich mehr Spaß! Zudem könnt ihr ein bisschen mit der Taktik spielen. Der große Punkt ist hierbei, dass ihr euch gut absprechen könnt. Wenn beispielsweise zwei Wachen nebeneinander stehen, könnt ihr die mit einem Kumpel ohne Probleme gleichzeitig ausschalten. Mit der KI als Hilfe ist dies leider nicht so einfach möglich.

Die KI als Freund und Feind

Grundsätzlich ist die Idee selbst mit einem KI-Koop Partner auch ganz nett. Allerdings funktioniert das in der Praxis nicht ganz so gut. Zum Teil stellt sich eure Schwester immer ziemlich doof an und stirbt auch sehr oft. Das einzig gute daran ist, dass die KI als Heiler einen guten Job macht. Das war es aber leider auch schon. Wir haben deutlich gespürt, dass Bethesda bzw. MachineGames noch ordentlich mit Updates schrauben müssen, damit das Gameplay in Wolfenstein Youngblood runder läuft.
Ein sehr großes Manko war der letzte Bosskampf. Hier wurde sehr klar deutlich, dass die Partner-KI keinesfalls als Hilfe taugt. Dieser Fight ist nämlich für den Koop-Modus entwickelt worden und macht im Grunde nur mit einem menschlichen Spieler Sinn. Ohne groß zu spoilern – beide müssen bestimmte Aufgaben erledigen, aber da die KI ständig die Nähe des Spielers sucht, wird der Endkampf zumindest im Solospiel schwieriger als nötig!

Ein weiteres Problem sind die Gegner. In vielen Gebieten scheinen die unendlich zu spawnen, was gewisse Nebenaufgaben wie das Platzieren von Bomben als Beispiel unmöglich machen. Ständig wurden wir abgelenkt und waren eigentlich nur damit beschäftigt, die immer wieder kommenden Gegner zu töten. Da diese zum Teil auch ein höheres Level als wir haben können und dadurch stärker sind, wurde dies einfach zu einer lästigen Arbeit. Zwar bekommt ihr dafür sehr viele Erfahrungspunkte und könnt eure Fähigkeiten ausbauen, aber über diesem Wege hat das nicht so viel Spaß gemacht.

Charakter Entwicklung

Ihr dürft zu Beginn des Spiels eine der beiden Schwestern aussuchen und mit ihr spielen. Dabei unterscheiden sie sich spielerisch natürlich nicht. Im Laufe des Spiels steigt ihr im Level auf und schaltet so viele neue Fähigkeiten frei.
Auch neue Wummen gesellen sich nach und nach dazu. Das schöne an Wolfenstein Youngblood ist, dass ihr die Stärke im Laufe des Spiels wirklich spüren werdet. Ihr lernt neue Schritte wie beispielsweise das Seitwärtslaufen, könnt euch tarnen, bekommt mehr Leben und könnt den Loot von den Gegnern maximieren. Zudem ist es sehr motivierend hier neues freizuschalten, weil es eben so gut umgesetzt wurde.

Neben den Fähigkeiten könnt ihr mit Hilfe von Münzen eure Waffen verbessern. Ihr könnt sie modifizieren und dabei einzelne Werte wie Schusskraft, Schussrate und andere Attribute verbessern. In Kürze: Abseits der schlechten KI steckt durchaus einiges im Spiel was sehr positiv ist!

Good

  • Koop Kampagne
  • motivierendes Auflevel-System
  • gute Story
  • geballte Action wie immer

Bad

  • Gegner KI
  • Koop KI (Solo)
  • Gegner respawnen zu häufig - das nervt

Summary

Wolfenstein Youngblood für PS4, Xbox One und Nintendo Switch ist ein guter Shooter geworden, der seine wahre Stärke im Koop-Modus entfaltet. Von daher sollte das Game auch nur von Koop-Freunde gezockt werden. Der Grund ist einfach: Zwar könnt ihr das Game solo durchzocken, aber die KI eures Partners ist erschreckend dumm und macht bei manchen Kämpfen (gerade dem finalen Bosskampf) wirklich Probleme. Abgesehen von diesem Problem erwartet euch aber eine großartige Story und eine geballte Action. Das freischalten von neuen Fähigkeiten und Waffenzusätze motiviert ebenfalls sehr! Holt euch einen Buddy und zockt die Kampagne gemeinsam, denn dann werdet ihr auch richtig Spaß haben!
8.1

Sehr gut

Gameplay & Steuerung - 8
Grafik - 7.9
Sound - 8.3
Story & Inszenierung - 8
Spielspaß - 8.1