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WipEout Omega Collection im Test

PS4 Reviews

Ich weiß gar nicht mehr genau wie lange es her ist, dass ich mich das letzte mal hinter das Steuer eines futuristischen Gleiters klemmte, um Bestzeiten zu erzielen oder meine Gegner mittels Dauerbeschuss ausschaltete. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, handelte es sich bei dem letzten Ableger, den ich spielte, um WipEout 3, das für die originale PlayStation erschienen ist. PS2- oder PS3-Ableger habe ich nie angefasst, aus welchen Gründen auch immer, denn ich erinnere mich zumindest gut an eines: Wie sehr ich Wip3out geliebt habe! Umso spannender wurde es, als ich die jüngst veröffentlichte WipEout Omega Collection testen sollte, die gleich drei überarbeitete Titel beinhaltet.

 

 

Drei Titel in einem – Die WipEout Omega Collection

WipEout– und Rennspielfans, die Gefallen an einem futuristischen Setting haben, werden hier natürlich aufhorchen, denn die reinen Fakten lesen sich erst einmal richtig gut! In der WipEout Omega Collection sind drei Teile der Reihe, 26 verschiedene Strecken und 46 Gleiter enthalten. Eine ganze Menge, zumal jedes der Fahrzeuge unterschiedliche Werte für beispielsweise Handling und Feuerkraft hat. Auch die Strecken kommen in verschiedenen Variationen und mit zahlreichen Abkürzungen daher.

Was Fans an dieser Stelle vermutlich abschrecken könnte, ist dass in der Collection lediglich überarbeitete Versionen der Spiele WipEout HD, WipEout Fury (beide PS3) und das für die PS Vita veröffentlichte WipEout 2048 enthält. Wer diese Spiele bereits in- und auswendig kennt, bekommt außer der grafischen Frischzellenkur tatsächlich kaum einen Mehrwert geboten.

Knackig, flüssig…

Auf wen das allerdings nicht zutrifft, oder wem das egal ist, weil er seine Dosis WipEout braucht, der sollte auf jeden Fall zuschlagen. Denn nicht nur dass der generelle Umfang stimmt, nein, man merkt der Collection an, dass viel Mühe in das Remaster gesteckt wurde. Die Spiele laufen allesamt bei 1080p und flüssigen 60fps, wobei die Grafiken knackig und sehr lebendig wirken. So sah WipEout in meiner Erinnerung schon immer aus, so hat es sich schon immer irgendwie anfühlen sollen!

Wer eine PS4 Pro und einen passenden Fernseher besitzt, darf sich auf volle 4K-Grafiken bei dennoch stabilen 60 Frames freuen. Das ist technisch beeindruckend, soll allerdings noch einmal besser aussehen, wenn man in den Einstellungen den “Blur”-Grafikfilter ausschaltet, der als Standard aktiviert ist.

… schnell, hart …

Ansonsten ist es schön zu beobachten wie toll die Titel spielerisch gealtert sind. Selbst wenn man immer in der niedrigsten Geschwindigkeitsliga startet und sich von dort aus hocharbeiten muss, so sind die Rennen immer schon mindestens mal “sehr schnell”. Und so überrascht es auch nicht, dass aus “sehr schnell” irgendwann auch “verdammt schnell” wird. Dementsprechend steil kann da natürlich auch die Lernkurve sein.

In späteren Runden und Herausforderungen wird es schon mal vorkommen, dass man die Strecken perfekt beherrschen muss, wenn man die Gold- beziehungsweise Eliteauszeichnungen erhalten möchte. Ansonsten sind die Ziele mitunter war hart, aber immer schaffbar. Zumindest wenn man sich an die hohe Geschwindigkeit und die fiesen Gegner gewöhnt hat.

Denn die KI ist sehr gut programmiert und reagiert blitzschnell auf Veränderungen. Sie ist außerdem beinhart, wenn es darum geht die eigene Position zu verteidigen. Ähnlich wie in Mario Kart gibt es auch in WipEout verschiedene Power-Ups und Waffen, die man einsammeln kann, um sich zu verteidigen. So stehen Spielern beispielsweise Minen, Schilde, Raketen und auch ein Autopilot zu Verfügung, mit denen man sich aus verschiedenen Situationen herausmanövrieren kann.

… abwechslungsreich und richtig gut!

Und auch sonst stimmt die Abwechslung einfach! Dafür sorgen die verschiedenen Rennmodi, wie Zeit-, Kampf-, Platzierungs-, Detonatoren- und Zonen-Rennen. Während die ersten drei wohl kaum eine Erklärung benötigen, sind die anderen Serienneulingen eher unbekannt. In den Detonator-Events müssen Minen auf den Rennstrecken zerschossen werden, während die Zonen-Rennen der heimliche Held des Spiels ist. Man wird während des Fahrens immer schneller und schneller, kann aber nicht bremsen. Stößt man gegen Wände oder Gegner verliert man Energie. Das Ziel ist es, so lange wie möglich zu überleben.

Unterm Strich bietet die WipEout Omega Collection hier schnörkellose Rennspielaction, die sich nicht vor aktuelleren Spielen verstecken muss. Perfekt!

Eines unserer Highlights ist im Übrigen die Möglichkeit mit einem Freund zusammen im Splitscreen zu spielen. Das ist etwas, was kaum noch Rennspiele ermöglichen. Also ein schmerzlich vermisstes Feature. Die obligatorischen Online-Modi sind natürlich ebenfalls an Bord und funktionieren hervorragend!

Fazit

Die WipEout Omega Collection ist eine tolle Sammlung grandioser Titel. Diejenigen, die sie allerdings schon zu Release gespielt haben, sollten sich zwei mal überlegen, ob sie nochmals Geld in die Hand nehmen wollen. Zwar überzeugt das Remaster auf ganzer Linie mit tollen Effekten, scharfer Grafik und stabiler Framerate, inhaltlich gibt es aber kaum etwas zu Neues.

Ansonsten passt der Umfang genauso wie der sehr gute Soundtrack. Hier vermischen sich treibende Beats mit futuristischen Soundeffekten zu einem stimmungsvollen Gesamtbild. Für mich der interessanteste und forderndste Racer des Jahres und ein richtig guter Titel!

 

 

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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