The Hunter: Call of the Wild im Test

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Bereits während der Gamescom hatten wir schon die Chance, uns The Hunter: Call of the Wild genauer anzusehen. Schon hier hatte sich herausgestellt, dass Simulationsfreunde sich auf einen wirklich dicken Brocken freuen dürfen. Unser Testmuster ist entsprechend schon seit einigen Wochen bei uns und wir konnten dadurch unseren Eindruck finalisieren. Eines ist aber klar, liebe Zockerfreunde: The Hunter – Call of the Wild richtet sich ganz klar an Fans einer guten Jagt Simulation! Es ist eine Simulation und nichts Anderes. Aber dafür eine verdammt gute. In unserem Test werdet ihr erfahren, was uns so gut gefallen hat und was nicht.

Pure Realität!

Jedes Mal wieder versuchen Entwickler mit ihrem Produkt zu punkten, ganz klar. Und jedes Mal wieder ist man gerade bei Simulationen skeptisch – besonders wenn es um die Jagt geht. Zumindest ging es uns immer so. Nachdem wir bereits im Sommer schon einen Jagt Simulator aus dem Hause Big Ben getestet und für okay empfunden haben, hat uns Call of the Wild richtig positiv überrascht! < Wer ein neues Spiel startet, wird nicht alleine gelassen! Zunächst einmal bekommt ihr immer wieder Missionen über euer Smartphone zugestellt, welche ihr annehmen und durchführen könnt. Habt ihr einmal keine Lust darauf, dann steht euch eine extrem große und vor allem authentische Welt zur Erkundung bereit! Dennoch ist es wirklich sehr gut, dass man via Missionen bei Laune gehalten wird. Zu Beginn geht es darum, dass ihr die Spuren richtig interpretiert und lesen könnt und danach müsst ihr eure Beute finden und erlegen können. Die Missionen sind dabei immer mit einer Hintergrundgeschichte bedacht und variieren auch von Gebiet zu Gebiet. Einmal müsst ihr beispielsweise in einem bestimmten Gebiet dafür sorgen, dass die Hirsche nicht ständig die Maisfelder ruinieren. In einem anderen Bereich sollt ihr Spuren eines Bären ausfindig machen und entsprechend erlegen. Während alle anderen Jagt Spiele schon bei der Motivation versagen, haben die Entwickler hier wirklich alles richtig gemacht. Seid ihr außerdem erfolgreich gewesen, winken euch neue Belohnungen in Form von Geld und Erfahrungspunkte zu. Steigt ihr im neuen Level auf könnt ihr auch neue Skills erlernen. Dadurch könnt ihr beispielsweise eure Sinne für Spuren stärken oder habt mehr Ausdauer, wenn ihr Laufen und kurz darauf zielen müsst. Denn wer einen hohen Puls hat, kann natürlich die Waffe nicht so ruhig halten, richtig?

Habt ihr einmal die Spur aufgenommen und ihr könnt ein Tier sehen, dann solltet ihr stets den Blick auf eure Informationen zuwenden. Von welcher Richtung kommt der Wind? Kann man euch hören, weil der Untergrund viele Pflanzen oder Äste hat? Jede Anzeige hilft dem erfahrenen Jäger, damit er seine Beute legen kann. Hat euch nämlich das Tier wahrgenommen wird es natürlich flüchten! Aber selbst dann ist noch nichts verloren. Anhand der Spuren könnt ihr jederzeit sehen wo es hingelaufen ist und vor allem mit welcher Art und Weise. Wenn es etwas weiter weg ist und die Spur anzeigt, dass es nicht mehr läuft, sondern nur noch geht, dann kann man davon ausgehen dass das Wild sich wieder beruhigt hat. Es gibt wirklich zahlreiche (realistische) Abhängigkeiten, die eine Jagt erfolgreich machen. An bestimmten Stellen könnt ihr auch neue Posten errichten, in denen ihr euch verstecken und lauern könnt. Die Karten sind so riesig, dass ihr öfter mal per Schnellreise oder einem Fahrzeug reisen müsst. Wirklich gigantisch wie groß und vor allem vielfältig die Welt ist.

Was ist ein guter Jäger, ohne gutem Equipment? Neben Waffen könnt ihr natürlich auch diverse Lockmittel und andere Objekte kaufen. Doch bevor das möglich ist, müsst ihr entsprechendes Geld und die Erfahrung erreicht haben, sonst wird das nichts! Gewisse Tiere könnt ihr auch nur mit bestimmten Waffen hinrichten, das solltet ihr ebenfalls gut bedenken!

Technik

Technisch ist das Spiel einfach nur der Knüller! Die Wälder sehen aus wie echt, es gibt wirklich keine Unterschiede. Die Wolken bewegen sich schön langsam, während die Sonnenstrahlen eine wunderbare Lichtung im Wald bilden. Die dazugehörige Atmosphäre ist einfach exzellent und es gibt wirklich überhaupt nichts auszusetzen! Wirklich Wahnsinn!

Ärgerlich ist allerdings, dass das Spiel einen ganz fiesen Bug hat! Auch wir waren davon betroffen und dementsprechend frustriert: Es kann passieren, dass das Game nicht ordentlich speichert. Wer also einen gewissen Fortschritt wie wir erreicht hat und beim nächsten Start dann doof in die Röhre guckt wird sich wundern. Wo war nochmal unsere neue Lockpfeife hin, die wir mühevoll erspielt haben? Einfach weg – wir mussten bis dahin alles nochmal machen. Das ist ein großer Kritikpunkt, denn sowas darf überhaupt nicht sein! Abschließend wäre in Sachen Technik noch anzumerken, dass das Menü und die Handhabe etwas gewöhnungsbedürftig und umständlich ist. Das geht auch einfacher!

Was wir uns noch gewünscht hätten

The Hunter ist wirklich das Beste was wir an einer Jagt Simulation überhaupt erlebt haben. Diese Kritikpunkte sollten aus unserer Sicht für den nächsten Teil (oder via Update) ausgebessert werden, dann sind wir vollends glücklich:

Der Multiplayer Modus macht nur bedingt spaß. Wer nicht der Host ist, kann mit Gegenstände nicht interagieren. Auch der Reiz ist nicht wirklich da um andere Spieler zu battlen. Schöner wäre es gewesen, wenn man direkt einen Koop Modus eingebaut hätte und man gemeinsam die Missionen erledigen hätte können. Das wäre wirklich der Hammer gewesen!
Ein weiterer schöner Punkt wäre gewesen, wenn für die Missionen die Tiere einfach häufiger spawnen. Uns ist ganz klar, dass es möglichst real sein soll. Aber wenn man zum Teil ein bis zwei Stunden nur sucht dann ist die Waage in Sachen Realismus und Spielspaß nicht ganz gegeben. Zumindest hätte man das anders lösen können: Wählt man einen einfachen Schwierigkeitsgrad Modus, dann sollen halt mehr Tiere spawnen und wer es auf schwer stellt, sollte es so haben wie jetzt. Das heißt nicht, dass das Spiel schwer ist, aber relativ zu Beginn des Spiels sitzen wir immer noch bei einer Mission fest, weil die Tiere die wir töten müssen einfach nicht erscheinen. Und nein – wir wissen wie es funktioniert und haben sogar schon diverse Lockmittel ausprobiert. Hat nicht wirklich funktioniert.

Fazit

The Hunter: Call of the Wild ist der beste Jagt Simulator, den es derzeit auf dem Markt gibt. Purer Realismus mit einem motivierenden Missionssystem lassen jeden Spieler zu echte Jäger werden. Technisch ist das Game ebenso eine Bombe! Unsere Kritikpunkte von oben sind Meckern auf hohem Niveau und von daher eher als Wünsche anzusehen! Weidmanns Dank!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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