The Crew 2 im Test

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In diesem Test beschäftigen wir uns mit The Crew 2 von Ubisoft. Nachdem wir vor wenigen Jahren den ersten Teil leider nur knapp angespielt haben, war es doch mal Zeit richtig in das Game einzutauchen. Denn Ubisoft hat uns vieles versprochen. Was hat sich denn inzwischen getan und vor allem konnte The Crew 2 überzeugen? Mehr dazu verraten wir in unserem Test.

The Crew 2 schlägt NFS

In den letzten Monaten wurde ich eigentlich häufiger mit Racer-Spielen konfrontiert. Das lag zum größten Teil da dran, dass ich mich privat viel damit beschäftigt habe.
Nachdem sogar die letzten Need for Speed Teile gar nicht schlecht waren, war ich natürlich auf The Crew 2 ganz besonders gespannt! Denn The Crew 2 geht definitiv in die Fun Schiene und bietet im Grunde – bis auf das Tuning – das gleiche wie Need for Speed.
Von Zeit zu Zeit schaltet ihr unterschiedliche neue Events frei, könnt aber auch jederzeit ohne Stress und mit Laune komplett Amerika (!!) befahren. Ja, ihr habt richtig gelesen, ihr könnt ohne Probleme komplett Amerika und somit alle bekannten und großen Städte befahren und habt dazwischen auch keine Ladezeiten. Das ist auf jeden Fall ordentlich groß und kommt auch sehr gut an.
Dementsprechend unterschiedlich fallen alleine schon die Rennen und deren Strecken aus. Während ihr in den Städten kurze und flotte Rennen fährt, kann es außerhalb der Citys schon mal vorkommen, dass ihr gut 20-45 Minuten mit der Jagt nach dem ersten Platz beschäftigt seid. Aber wirklich vielseitig und motivierende empfanden wir die abwechslungsreichen Rennen: Ihr habt Streetraces, Drift Rennen, Flugzeug Stunts, Motocross Rennen, Boot Rennen, Offroad und Draft – und noch ein paar mehr. Wenn ihr also beim Driften gerade nicht weiterkommt könnt ihr ohne weiteres an einem anderen Gebiet ein anderes Rennen starten.

Gameplay

Ubisoft gibt sich sichtlich sehr viel Mühe, dass der Spielspaß an oberster Stelle steht. Das ist dem Entwicklerteam auch ohne Probleme gelungen. Selten hat uns ein Rennspiel so dermaßen motiviert und Spaß gemacht.
Wenn ihr ein entsprechendes Rennen gewinnt bekommt ihr eine Anzahl an neuen Followern, die euren Bekanntheitsgrad steigern. Umso mehr ihr natürlich bekannt seid, umso mehr komplexere Rennen ihr schaltet ihr im Verlaufe des Spiels frei. Natürlich verdient ihr auch von Zeit zu Zeit mehr Kohle, damit ihr euch neue Vehikel zulegen könnt. Dabei ist das Geld aber durchaus Mangel im Spiel. Es kann schon mal eine Zeit vergehen, dass ihr wirklich gute Fahrzeuge kaufen könnt. Vor allem weil ihr für jedes Rennen ein eigenes kaufen müsst (Ihr müsst beispielsweise Autos, Flugzeuge, Boote etc. selbst kaufen). Damit ihr aber in der Zwischenzeit trotzdem stärker werdet, bekommt ihr nach jedem erfolgreichen Rennen neues Zubehör für euer Fahrzeug geschenkt. Dadurch könnt ihr euer Spielzeug nochmal ordentlich pimpen. Aber auch hier ist für spätere Rennen Geduld gefragt, weil ihr diese unter Umständen erstmal ordentlich leveln müsst, damit ihr die schweren Rennen später erfolgreich abschließen könnt.
Im Grunde kann man sagen, dass The Crew 2 das bessere Need for Speed ist. Ihr könnt wie im Vorgänger natürlich mit Freunden rumdüsen und an Events teilnehmen, aber so richtigen „Crew“ Flair wie möglicherweise noch im ersten Teil gibt es hier nicht. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, weil wir im Grunde wirklich nur mit den Rennen und nicht mit dem Drumherum beschäftigt waren. Und es ist schon wirklich krass was wir Spaß hatten. Da war die Option Amerika mal ohne Stress zu erkunden völlig untergegangen.
Damit aber auch abseits der Rennen für Abwechslung gesorgt wird, gibt es auch kleine Mini-Herausforderungen. Ihr müsst beispielsweise bei bestimmten Strecken Abschnitten ein bestimmtes Tempo erreichen und geblitzt werden, oder ihr schlägt in bestimmten Gebieten Rekorde von anderen Spielern bzw. Freunden. Das können beispielsweise längere Drifts oder Geschwindigkeitsrekorde sein.
So oder so fesselt The Crew 2 Gameplay-Technisch sehr stark. Allerdings muss man auch erst einmal den Anfang überwinden. Leider werden die Strecken bei bestimmten Rennen sehr unübersichtlich, da im Grunde keine Navigation vorhanden ist. Lediglich ab und an werden Schilder angezeigt, in welche Richtung ihr euch bewegen müsst.
Das war zum Teil bei schweren Rennen sehr frustrierend, weil man dadurch wirklich oft Fehler gemacht hat, die einfach nicht sein müssen. Es bleibt oft weder die Zeit unten auf die Karte zu sehen, noch werden größere Fehler toleriert. Denn es ist völlig egal wie weit die KI entfernt ist, sie holen dich immer wieder ein. Das ist aus unserer Sicht auch eines der größten Mankos – ja zum Teil schon unfair. Die Gegner machen kaum Fehler, sind immer stark im Vorteil und vor allem leben diese vom Gummibandeffekt. Hier muss Ubisoft bestimmt nochmal nachpatchen, denn das kann durchaus für verärgerte Gemüter führen.

Technik

Technisch gesehen gibt es eigentlich nur wenig zu Meckern. Die Steuerung ist hervorragend, wobei speziell die Drifts doch sehr gewöhnungsbedürftig sind. Aber das liegt dann wohl mehr oder weniger an uns und nicht am Spiel.
Grafisch ist The Crew 2 definitiv besser als der erste Teil, allerdings ist da durchaus noch Luft nach oben. Die Landschaften sehen wirklich klasse aus, aber gerade die Städte erinnern eher an ein gutes PS3 Niveau. Man könnte jetzt natürlich behaupten, dass dies der riesigen Karte geschuldet sei, allerdings haben es andere Entwickler wie R* Games (GTA5) auch gelöst bekommen. Aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau. Der Spielspaß macht wirklich einiges wieder gerade und da kann man nun wirklich über die Grafik hinwegsehen – die eigentlich nur bei den Städten etwas „undetailliert“ wirkt.

Fazit

The Crew 2 hat uns nach wenigen Minuten wirklich sehr in seinen Bann gezogen. Aktuell ist das definitiv eines der besten Rennspiele und auch deutlich besser als die Konkurrenz (NFS). So viele verschiedene Rennen in so unterschiedlichen Gebieten und Städten sorgen wirklich für puren Spielspaß. Wir können euch The Crew 2 definitiv empfehlen! Klasse Game!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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