Surviving Mars im Test

PS4 Reviews Xbox One

Mit Surviving Mars wird genau das möglich, was viele Menschen in unserer heutigen Zeit gerne noch erleben würden: Das besiedeln des Planeten Mars!
Während es mittlerweile für unsere Konsolen schon viele Bauspiele gibt, dürfen wir dieses Mal mit neuen Technologien und mit einem hervorragend komplexen Meisterwerk einen fremden Planeten mit einer Kolonie ausstatten. Nachdem wir bereits letzte Woche dankenderweise das Muster erhalten haben, möchten wir euch zum heutigen Release von Surviving Mars einen Bericht liefern.

Surviving Mars – Bauen auf dem roten Planeten

Für die Menschheit ist es mit der aktuellen Technologie nicht möglich, den Mars zu besiedeln. Lediglich kleine Roboter konnten erste Bilder von der Oberfläche des roten Planeten zu uns schicken – zumindest war das unser letzter Kenntnisstand.
Surviving Mars stammt übrigens von den Tropico-Machern. Man kann also eigentlich auch schon ohne großen Test davon ausgehen, dass das Studio ein tolles Aufbauspiel liefern wird. Erfahrung haben sie ja genügend!
Bevor ihr allerdings beginnen könnt den Mars zu besiedeln, gilt es schon einige Checks vorab zu machen. Wer soll eure Mission sponsern (hat Auswirkungen auf das Kapital) und vor allem wo genau wollt ihr mit eurer Kolonie beginnen. Die Oberfläche des roten Planeten bietet nämlich unterschiedlich viel Rohstoffaufkommen und Gebiete, die ihr bebauen könnt. Eine Prozentzahl gibt dabei an, wie schwer es auf dem ausgewählten Platz ist etwas Großes aufzubauen. Anschließend wählt ihr noch ein Kommandantenprofil aus und es kann losgehen. Über dieses Profil werden nämlich eure Boni im Spiel festgelegt. Diese Vorteile können zum Beispiel schnelleres Forschen sein.
Nun schickt ihr eure Rakete zum Mars. Bevor diese allerdings landet müsst ihr einen geeigneten Landeplatz festlegen. Naja, und dann geht es auch schon los. Das war um ehrlich zu sein aber auch unser erstes großes Problem.
Surviving Mars hält euch nicht brav an der Hand und erklärt euch die Grundfunktionen. Nein im Gegenteil, ihr müsst schon selbst rausfinden was ihr wann bauen sollt. Zwar gibt es minimale Tipps und Beschreibungen die immer wieder aufploppen, diese sind aber alles andere als ausreichend. Mag sein, dass wir uns ein bisschen dämlich angestellt haben, aber Surviving Mars bietet definitiv keinen leichten Einstieg!
Da das Spiel im Grunde „nur“ einen Sandbox Modus enthält, gibt es auch keine Missionen oder eine Kampagne. Genau hier hätte man ansetzen können: Eine Kampagne, die dem Spieler als eine Art langes Tutorial zeigt wie alles funktioniert. Schade, wirklich Schade!

Jeder Schritt sollte geplant sein!

Bevor überhaupt Menschen auf dem fremden Planeten leben können müssen einige Dinge errichtet werden. Schließlich haben wir auch Bedürfnisse: Wasser, Strom oder gar Sauerstoff sollte ja vorhanden sein!
In der ersten Rakete befinden sich Rohstoffe und Drohnen. Mit dessen Hilfe könnt ihr die ersten Gebäude errichten. Im Gegensatz zu Tropico müsst ihr hier aber nicht nur schauen, dass eure Zivilisation anständig überleben kann, sondern ihr solltet sämtliche Rohstoffe und auch noch Geld zur Verfügung haben. Letzteres verdient ihr beispielsweise, wenn ihr mit Hilfe der Rakete Rohstoffe zwischen Mars und Erde austauscht.
Ihr müsst zudem auch auf sehr viele Kleinigkeiten achten. Wer Windräder baut sollte drauf achten, dass diese auf erhöhten Positionen gebaut werden. Die Effektivität steigt dadurch nämlich ordentlich an! Der Zustand der Gebäude wird auch zunehmend schlechter, da sich der Sand mit der Zeit bemerkbar macht. Somit müsst ihr auch stets um eine ordentliche Wartung bemüht sein! Das könnt ihr wiederum nur betreiben, wenn ihr genügend Rohstoffe habt. Ihr seht also es gibt einiges zu tun auf dem Mars!
Manche Gebäude können nur durch Menschen besetzt werden. Diese wiederrum brauchen natürlich neben Wohnungen auch soziale Einrichtungen wie beispielsweise Krankenstationen oder etwas für Spaß und Bildung.
Dabei ist das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Komponenten hervorragend gelöst. Hat man nämlich mal die anfänglichen Schwierigkeiten hinter sicher gelassen, möchte man immer besser werden. Sollte man jetzt beim nächsten Mal das Gebäude X vielleicht näher an Y bauen um die Effektivität zu verbessern? Welche Auswirkungen hat das? Die Antwort ist immer die gleiche: Ausprobieren, analysieren und bei Problemen daraus lernen und besser machen!
Das steigert auch die Spielzeit enorm! Bevor man hier wirklich alles gesehen und mal erreicht hat, vergehen wirklich extrem viele Stunden! Das macht Surviving Mars natürlich sehr interessant!
Die Forschungsmöglichkeiten bieten euch auch nochmal genügend Raum eure Kolonie zu gestalten. Um Forschungspunkte zu erhalten müsst ihr für die Menschen auf der Erde gewisse Anomalien finden und versenden können.
Zudem kommt ihr nach einem gewissen Fortschritt im Spiel auf zahlreich andere Ereignisse. Künstliche Intelligenz oder andere Phänomene könnt ihr da entdecken.

Fazit

Surviving Mars ist ein sehr gelungenes Aufbauspiel und fühlt sich auch herrlich erfrischend an! Das Gameplay ist angenehm komplex und bietet wirklich zahlreich viele Möglichkeiten eure Kolonie auf dem Mars zu entwickeln zu können.
Für uns ganz klar einer der Besten Konsolenumsetzungen für dieses Genre. ES gibt im Grunde nur eine große Kritik: Warum keine Missionen oder eine Kampagne? Und vor allem: Warum muss der Einstieg in das Spiel so schwer sein? Ein ausführliches Tutorial [in einer Kampagne] werden durchaus sehr wünschenswert gewesen.
Wer sich aber die Zeit und die Geduld nimmt und vor allem auch ausprobiert, der wird mit Surviving Mars auf jeden Fall lange glücklich sein! Schaut es auch an!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*