Strange Brigade im Test

PS4 Reviews Xbox One

Vor wenigen Wochen habe ich Strange Brigade für unsere Playstation 4 erhalten. Leider hat sich der Test etwas verzögert. Aber umso besser ist nun, dass ich euch das Spiel präsentieren kann. Die Macher hinter diesem Koop-Shooter haben schon entsprechende Erfahrung mit anderen Ablegern (Sniper Elite beispielsweise) gesammelt. Deshalb war ich umso mehr gespannt, was sie uns dieses Mal Schönes gezaubert haben. In meinem Test werdet ihr erfahren, ob das Abenteuer rund um Mumien und der Ballerei sich lohnt, oder ob ihr lieber die Finger davonlassen sollt.

Spaßiger Koop Titel

Als ich zunächst das erste Mal Strange Brigade für die Xbox One und Playstation 4 in den Händen hielt dachte ich, dass ich es mit einem India Jones Ableger zu tun haben werde. Ein bisschen Gefühl von Uncharted machte sich ebenfalls in mir breit.
Die Hintergrund Story von diesem Game ist allerdings schnell erzählt. In den 30er Jahren ist in Ägypten eine alte Hexenkönigen aus ihrem Sarkophag „erwacht“ und ist natürlich alles andere als eine gutwillige Kreatur. Die Strange Brigade (eine Gruppe von Kämpfern) macht sich auf dem Weg um wieder für Ordnung zu sorgen. Soweit so gut.
Eine schöne Anekdote ist, dass sich das Spiel keinesfalls ernst nimmt. Das seht ihr schon in den ersten schwarz-weißen Filmen und wird euch sicherlich auch das eine oder andere Schmunzeln aus dem Gesicht zaubern.

Orte mit Abwechslung

Zu Beginn der Kampagne könnt ihr zwischen vier verschiedenen Helden wählen. Spielerisch unterscheiden sich diese „nur“ von der Anfangswache und der Spezialattacke. Habt ihr euch entschieden dürft ihr euch auf ganze neun abwechslungsreiche und interessante Gebiete freuen. Darunter befinden sich Gegenden wie zum Beispiel eine Tempelanlage, Piratenhöhlen oder ein verwunschenes Dorf.
Die einzelnen Areale sind dabei labyrinthartig aufgebaut und sind extrem verwinkelt. So unterschiedlich die einzelnen Level sind, so unterschiedlich sind auch die Gegner. Von Untoten Skeletten bis hin zu Mumien ist wirklich alles enthalten, was man sich so „wünscht“ und im Bereich altem Ägypten so vorstellen kann.
Wichtig ist, dass ihr euch wehren könnt. Wer übrigens die Sniper Elite Reihe gespielt hat, der wird sich auch in Strange Brigade direkt wieder wohlfühlen. Die Steuerung, sowie die Handhabung der Waffen fühlt sich sehr vertraut an. Schnellfeuergewehre verziehen sich sehr stark, während Standardgewehre mehr Präzision zulassen. Besonders positiv sind die Soundeffekte hervorzuheben, die authentisch wirken.

Damit die Gegnerorgie nicht monoton ist, haben sich die Entwickler von Rebellion fiese Dinge einfallen lassen. Während ihr gegen die ganzen Feinde kämpft, könnt ihr auf ein paar Tricks zurückgreifen. So könnt ihr beispielsweise Fallen per Schüsse aktivieren, die euch im Kampf unterstützen.
Rotierende Klingen, stachelige Baumstämme oder Feuerstöße sind nur ein kleiner Teil von dem, was ihr so benutzen könnt.
Erledigte Gegner hinterlassen blaue Seelen. Diese müsst ihr einsammeln, damit ihr eure Superfähigkeit aufladen könnt. Zwar sind diese Spezialattacken durchaus ein nettes Feature, aber wirklich gebraucht habe ich diese eigentlich nie.
Bosskämpfe stehen natürlich auch an der Tagesordnung. Schnell wird immer klar, wohin ihr genau schießen müsst. Allerdings war die Kollisionsabfrage nicht immer wirklich gut und oft hatte ich das Gefühl, dass das Game meine „korrekten“ Treffer nicht gezählt hatte. Das hat mich dann doch ein bisschen verärgert. Sowas darf eben bei einem Shooter absolut nicht sein!

Denken im Stress

Eine Sache macht Strange Brigade wirklich sehr gut! Während ihr ständig mit Gegner beschäftigt seid, müsst ihr hier und da auch noch wenige Rätsel lösen. Dies ist der absolute Gegenpol zu dem sonst so „stressigem“ Geballere.
Dabei sind die Rätsel zu keiner Zeit etwa unfair oder gar unlösbar. Diese wiederholen sich schnell, allerdings ist das nicht wirklich negativ aufgefallen.
Im Laufe der Zeit findet ihr diverse Schatztruhen. Darin sind Edelsteine enthalten, die eure Waffen um bestimmte Attribute buffen können. Auch dieses Feature hat mir sehr gut gefallen und sorgt für entsprechend mehr Spieletiefe.

Grundlegen kann ich wirklich sagen, dass Strange Brigade ein klasse Shooter ist. Vor allem erinnern mich sehr viele Dinge an diverse andere Spiele. Ein Mix aus Indiana Jones, Uncharted, Left4Dead und weiß der Kuckuck noch was alles darin enthalten ist sorgt für eine Menge Abwechslung und Spaß. Richtig Bombe wird das Game allerdings, wenn ihr wirklich Koop zockt.
Was hatten wir für spaßige Abende zusammen! Headset auf und los geht es! Gerade wenn ihr euch taktisch abspricht läuft Strange Brigade zur Höchstform auf. Schade an dieser Stelle ist allerdings, dass Koop nur online möglich ist. Mich persönlich stört es natürlich nicht, da meine Buddys alle weit weg wohnen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Freunde der gepflegten Zocker-Party-Nacht sich auch einen Couch-Koop-Modus gewünscht hätten.

Fazit

Strange Brigade hat mir sehr viel Spaß gemacht. Auch alleine hatte ich in der Kampagne durchaus meine Freude.
Wer das Game allerdings in Koop (online) zocken kann, der sollte das auch tun! Hier entpuppt sich das Spiel als eine wahre Action Brause und macht wirklich unendlich viel Spaß!
Zudem sind die verschiedenen Areale und die interessanten Gegner durchaus abwechslungsreich und sorgen für frischen Wind. Ich mag das Spiel und kann es durchaus empfehlen! Riskiert ruhig einen Blick, es lohnt sich!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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