Shadow of the Tomb Raider im Tests

PS4 Reviews Xbox One

Mit Shadow of the Tomb Raider wird auf der Playstation 4 und der Xbox One die Triologie abgeschlossen. Mit dem Reboot von Lara Croft vor wenigen Jahren hat Square Enix durchaus große Erfolge feiern können. Reihe war in der Tat spannend inszeniert. Allerdings war der Weg von der schüchternen Lara bis hin zur Metzel Dame ziemlich einfach und schnell umgesetzt. Dies lies dann doch ein bisschen die Glaubwürdigkeit bröckeln. Nichtsdestotrotz ist Tomb Raider genial und besonders spannend ist die Frage, ob in dem aktuellsten Ableger der Höhepunkt der Reihe umgesetzt wurde. Können wir schon erste Abnutzungsspuren erkennen? Mehr dazu in meinem Test.

Shadow of the Tomb Raider

 

Ohne Absicht in der Apokalypse

Relativ schnell zu Beginn wird klar, dass Lara einen kleinen, aber fatalen Fehler begangen hat. Ohne nur ein bisschen Vorsicht walten zu lassen hat sie ein Artefakt berührt und damit die Apokalypse in die Welt gerufen. Was muss sie denn auch immer die Finger für irgendwelche mysteriösen Gegenstände im Spiel haben?
Dabei hat sie auch noch ein mächtiges Messer, das eine immense Macht in sich trägt. Genaue Details möchte ich aber auch nicht verraten, denn aus meiner Sicht lebt Shadow of the Tomb Raider von der Story. Vielleicht habe ich den Hintergrund der Story mit der Apokalypse eher unspektakulär in diesem Test erklärt, aber glaubt mir wenn ich sage, dass in diesem Tomb Raider Ableger die Geschichte spaß macht!

Wie ich in der Einleitung schon sagte, störte mich der Rambo Faktor von Lara sehr stark. Im ersten Teil hat sie erst gewimmert, wenn sie ein Reh töten musste. Schon wenige Spielminuten später konnte sie ihre Feinde ohne wenn und aber (und ohne großes Heulen) abschlachten.
Diese knallharte Art bröckelt aber in diesem Teil wieder, da sie sich nun ihrer Konsequenzen bewusst ist.
Zwar wuselt ihr euch zu Beginn über Leichen und meint ihr seid in einem Horrorspiel, aber im Laufe der Geschichte lernen wir eine Lara kennen, die mehr und mehr mit Selbstzweifel zu kämpfen hat. Ich habe ihr die Erschöpfung deutlich angemerkt!
Schön anzusehen, dass ihr das Töten doch nicht so einfach fällt und erste Spuren hinterlässt. Dies sorgt zwar nicht für starke Emotionen, sondern viel mehr für Authentizität.

Shadow of the Tomb Raider

 

Dichte Atmosphäre

Shadow of the Tomb Raider unterscheidet sich schon deutlich von den Vorgängern. Dank der Maya und der Umgebungen wirkt alles sehr rätselhaft und vor allem auch spannend. Ein bisschen machte sich auch Angst breit, denn ab und an werdet ihr nicht nur Relikte und Schätze begegnen, sondern auch irgendwelche unvollständige Körper und getrocknetes Blut. Wenn ich dann sowas in einer verlassenen Höhle sehe und nur den Wind pfeifen höre, dann läuft es mir ab und an kalt den Rücken hinunter.

Die Gegnerpalette unterscheidet sich natürlich auch stärker als beispielsweise noch beim ersten Teil der Reihe. Ihr werdet es mit Kreaturen zu tun bekommen, die offensichtlich nicht von dieser Welt stammen. Diese können auch ziemlich fies sein und grenzen ebenfalls an einen sehr gemeinen Horror Anblick! Das ist im Übrigen keine Übertreibung und mein voller Ernst. Es gab schon Horror Games wie beispielsweise Resident Evil 6 (bitte keine blöden Kommentare) die weitaus weniger beängstigend sind. Sehr passend dazu ist übrigens auch die Soundkulisse. Diese ist wirklich erstklassig geworden lässt aus der Xbox One bzw. Playstation 4 ordentliche Klänge ertönen!

Shadow of the Tomb Raider
Rätsel weiterhin essentiell!

Auch wenn der Horror Aspekt in Shadow of the Tomb Raider sehr intensiv geworden ist, braucht ihr euch nicht zu sorgen, dass ihr Lara in einem „neuem“ Genre wieder erleben müsst. Der Fokus des Spiels bleibt weiterhin in Kämpfen, Puzzeln und Entdecken. Serientypisch müsst ihr Pfeil und Bogen und jede Menge Hebel benutzen. Kenner der Serie wissen schon auf was sie sich einlassen. Eine Portion Klettergeschickt sollte ihr beherrschen, denn sonst könnte euch das zum Verhängnis werden. Ein Schritt in die falsche Richtung und ihr werdet den Bildschirmtod erleben müssen!
Der Schwierigkeitsgrad in Tomb Raider ist dabei angenehm fordernd und auf keinem Fall wirklich sehr schwer. Eure Xbox One bzw. Playstion 4 muss keine Sorge haben, dass ihr aus Frust oder Verzweiflung ein Gamepad in die Ecke knallt.
Wem sogar ein Rätsel einmal zu schwer ist, der muss das Game nur auf „einfach“ stellen und schon bekommt ihr die erforderliche Unterstützung, um das Rätsel zu lösen. Es gibt ja die Sorgen Mensch wie mich, die sich lieber auf Story und Ballern konzentrieren, als wirklich groß zu knobeln.

Besonders viel Freude hatte ich tatsächlich während der Schusswechsel mit den Gegnern. Aber das machte mir schon seitdem ersten Tomb Raider enorm viel Spaß. Besonders der Bogen hat es mir sehr schwer angetan.
Auch in Shadow of the Tomb Raider ist das Waffenhandling und die Interaktion mit der Umgebung einfach nur erste Klasse geworden. Manchmal macht es mir hier sogar mehr Spaß als beispielsweise in der grandiosen Reihe „Uncharted“. Lara macht einfach eine großartige Figur und weiß wie man mit Waffen umgeht!

Technik

Technisch gesehen holen die Entwickler aus eurer Xbox One bzw. PlayStation 4 alles raus! Soundkulisse, Musikalische Untermalung und vor allem die Grafik sind aus einem Guss und überzeugen durch und durch! Solltet ihr sogar eine entsprechende Glotze haben die eine höhere Auflösung unterstützt, könnt ihr die volle Pracht der Umgebungen in einer wirklich guten Grafik genießen.

Fazit

Shadow of the Tomb Raider schließt die Triologie sehr gut ab und hinterlässts überhaupt keine Spur von „Abnutzung“. Zwar geht dieser Teil eindeutig mehr in die Grusel-Schiene, aber das sorgt für die erforderliche Abwechslung und steht Lara ebenfalls super!
Nach wie vor sind die Rätseleinlagen samt Erkundung und Schusswechsel erstklassig inszeniert und angenehm fordernd. Selbst die Umgebungen sind spannend geworden. Unterm Strich kann ich also nur sagen, dass Shadow of the Tomb Raider für Xbox One und Playstation 4 definitiv ein Pflichttitel ist! Gönnt euch!

 

 

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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