Sea of Solitude Review

Reviews / Tests Action & Adventure PS4 Xbox One
7.8

Gut

EA hat uns mit Sea of Solitude ein kleines Märchen beschert. Wir haben uns den Titel (EA Originals) genauer angesehen und sind durchaus begeistert. Das deutsche Entwickler Studio hat sich durchaus kreativ in Szene gesetzt und einen sehr interessanten Titel abgeliefert. Wir wären nicht menschlich, wenn Sea of Solitude nicht hier und da mit Emotionen und Gedanken spielt. Mehr dazu in unserem Test.

Die Hauptprotagonisten wirkt mysteriös und sogar gefährlich

Wenn die Idylle zum Alptraum wird

Gerade noch schippert das junge Mädchen in einem Fluss durch eine wunderschöne Stadt, als das Wetter plötzlich ganz stark umschlägt.
Die Sonne scheint nicht mehr, es wird dunkel und das Wasser steigt. Monster steigen aus der Tiefe und Hände greifen nach ihr. Was bitte geschieht nun und wo soll sie hin?
genau dieser Wechsel stellt die Stimmungsschwankung des Spiels dar, was auch im Grunde die wahre stärke des Spiels ist. Manchmal wirkt alles einfach schön und dann zur anderen Zeit wirkt alles wie ein krasser Weltuntergang. Das alles hat auch einen Grund: Die Visuellen Effekte spiegeln exakt das wieder, was in dem Kopf der jungen Frau vor Sich geht. Sie ist einsam und hat Angst und ist nicht mehr glücklich.

Wie können wir dem Mädchen helfen, dass sie sich wieder in einen gesunden Menschen verwandelt? Zu Beginn des Spiels sehen wir nur eine „schwarze Dame mit roten Augen“. Wir erkunden auf eingeschränkten Wegen diverse Areale und lernen dabei auch eine leuchtende kleine Fee kennen, die uns wohl geleitet. Im Grunde wisst ihr nur, dass ihr Kay heißt und irgendwie in ihrer persönlichen Vergangenheit kauert und schippert. Sea of Solitude bleibt schön mysteriös und dauerhaft rätselhaft!
Öfter wurden wir vom Spiel beeindruckt. Zwar mögen die Grafik und die Aufmachung im ersten Moment nicht hochwertig aussehen, allerdings soll das so sein. Es wirkt schon fast wie ein Zeichentrickfilm, wenn die Monster auf einen zukommen.

Die Idylle erhält sich nicht lange

Was gibt es in dem Spiel zu tun?

So mysteriös und rätselhaft und alles im Moment klingt, so zieht sich das auch durchgehend durch das Spiel. Ihr werdet viel Zeit damit verbringen, um rauszufinden, warum das Mädchen so deprimiert und verstört ist und ihr werdet immer mehr nach dem Licht suchen. Dabei ist das Spiel reichlich mit Dialogen geprägt und unterhält auch entsprechend.
Dennoch ist Sea of Solitude kein reines Dialogspiel. Ihr könnt sterben, ihr müsst klettern und hüpfen und sogar diverse kleinere Rätsel lösen. Auch kleinere Monster müsst ihr immer wieder mal besiegen. Schade ist an dieser Stelle nur, dass sich vieles stark wiederholt und sich im Laufe der Zeit auch eine gewisse Monotonie auftut.

Dennoch werdet ihr eure Freude damit haben. Der Titel ist klein, aber weckt in der Tat auch beim Spieler seltsame Gefühle. Zudem ist gerade die Aufmachung ein Garant dafür, dass euch die Reise mit Kay nahe gehen wird. Gerade solche Games sollte es viel öfter geben.

Good

  • interessante Story
  • Stimmungsschwankungen
  • gelungene Monster
  • Nette Rätsel und Interaktionen

Bad

  • sehr linear
  • keine deutsche Sprachausgabe
  • fast schon zu einfach

Summary

Sea of Solitude ist ein mysteriöses Spiel, das euch eine Reise durch verschiedene Emotionen und dunklen Tiefen verspricht. Die zahlreichen Dialoge fesseln an den Bildschirm und ständig werden wir dabei erwischt, wie wir einfach weitermachen wollen. Wie können wir dem Mädchen helfen. Was passierter in ihrer Vergangenheit? Spielerisch wird durchaus was geboten, allerdings mangelt es dem Spiel ein bisschen an Abwechslung. Für alle Sammler: Trophäen Jäger können neben dem interessanten Abenteuer auch eine einfache Platin Trophäe einsacken!
7.8

Gut

Gameplay & Steuerung - 7.8
Grafik - 7.5
Sound - 7.6
Story & Inszenierung - 8
Spielspaß - 7.9