Resident Evil Village Review

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8.8

Sehr gut

Mit voller Spannung habe ich Resident Evil Village erwartet, denn der Vorgänger und siebter Teil war für mich eines der besten Spiele überhaupt. Die beängstigende Atmosphäre, die Story und noch viele andere Dinge haben mich auf dem Hof der Bakers sehr begeistert.
Dementsprechend waren meine Erwartungen sehr hoch am achten Teil. Warum Resident Evil Village für mich ein grandioses Spiel ist, aber leider nicht am Vorgänger rankommt, werdet ihr in diesem Test erfahren.

Gruseliges DorfIch will mehr Angst!

Eigentlich bin ich sogar ein bisschen enttäuscht. Wenn man mal bedenkt, wie schön das Horror Feeling im siebten Teil wieder zurückgekommen ist, vermisse ich das in Village schon sehr. Zwar wird mit euren Ängsten gespielt, allerdings endet das ganze besonders zum Ende hin mit einem reinen Action Spektakel. Schade!
Doch erstmal der Reihe nach.

Ihr schlüpft wieder in die Rolle von Ethan Winters und macht euch auf die Suche eurer Tochter. Dabei kommt ihr an ein sehr gruseliges Dorf mit einem Schloss. Auch andere Schauplätze wie eine Fabrik oder ein seltsames Puppenhaus werdet ihr kreuzen. Im Übrigen war gerade letzteres gruselig und makaber. Das Schloss glänzte dafür mit einer sehr guten Atmosphäre. Der Grund soll wohl bekannt sein, wie mir ein Bekannter erzählt hat: Die Entwickler wollten Resident Evil Village nicht mehr so gruselig machen, weil für Fans der siebte Teil zu hart war.
Hier verstehe ich allerdings die Welt nicht mehr. Gerade die neuen Schauplätze bieten noch so viel mehr Potenzial dafür!

So war ich ständig in Erwartungshaltung, dass ich Angst bekomme. Dies war aber leider nicht der Fall. Ist Resident Evil 8 deswegen ein schlechter Titel? Nein – das Durchspielen und vor allem die Story haben mich sehr interessiert. Auch technisch hat mir Village sehr gut gefallen. Schön ist, dass Capcom wieder in der Ego Perspektive geblieben ist.
Mit dem eingeführten Händler Duke könnt ihr an verschiedenen Stellen eure Waffen aufwerten, Rezepte zum Kochen bringen und euch damit stärken und eure Munition aufladen.
Mir haben die unterschiedlichen Areale und vor allem Charaktere sehr gut gefallen.

Mehr Action, weniger Rätsel

Im Grunde könnt ihr Resident Evil Village ohne Probleme frei erkunden. Zumindest immer bis zu einer gewissen Stelle. Dort könnt ihr optionale Rätsel lösen und Schätze finden, oder einfach das die schaurige Gegend erkunden.
Leider musste ich auch feststellen, dass Village nicht gerade mit Rätsel glänzt. Die Entwickler haben sich leider wieder viel zu stark auf Action konzentriert, was ich wirklich sehr schade finde. Auch wenn die Shooter Mechaniken und das Gameplay hervorragend sind, hätte ich mir mehr Rätsel gewünscht. Und hey, das sagt jemand, der mit Rätsel so gar nicht kann!

Technik

Technisch gesehen ist Resident Evil Village sehr gut gelungen. Manche Dinge wie Türen oder Häuser sind in der Nähe etwas „verpixelt“, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Gerade mit HDR sieht man erstmal, wie genial die farblichen Effekte und vor allem das dunkle schwarz wirken. Die Atmosphäre ist dementsprechend sehr gelungen und überzeugte mich!
Auch die Synchronisation ist wieder klasse geworden.
Sehr schön ist zudem, dass Capcom nun die Gesichter „realistischer“ gebaut hat. Besonders bei Mia und Chris Redfield fällt das sehr positiv auf.

Resident Evil Village ist – wenn man wirklich nur straight durchspielt – ein sehr kurzes Vergnügen. In etwa gut acht bis zehn Stunden hat man den ersten Durchgang gemacht. Der Reiz liegt aber beim erneuten Durchspielen und vor allem die Trophäen zu holen.
Wer das Game einmal durchhat, darf sich auf den Mercenary Modus freuen. Hier müsst ihr in bestimmter Zeit viele Gegner killen, um einen ordentlichen Rang zu schaffen. Für die Platin Trophäe ist dies das schwerste Ziel.

Good

  • Das Schloss und das Dorf sind klasse
  • Super Gameplay
  • Tolle Technik
  • "Duke"

Bad

  • viel zu viel Action
  • zu wenig Horror. Schade

Summary

Resident Evil Village hat mich sehr gut unterhalten und wirklich viel Spaß gemacht. Dennoch muss ich sagen, dass ich im Vergleich zum siebten Teil enttäuscht bin. Mir fehlen die gut gemachten Rätsel und auch das Horror Feeling. Gerade die Schauplätze hätten es hervorragend angeboten. Unterm Strich ist der achte Teil aber immer noch grandios und absolut empfehlenswert. Ich freue mich auf die weiteren Durchgänge, um meine Platin Trophäe zu erhalten.
8.8

Sehr gut

Gameplay & Steuerung - 8.9
Grafik - 8.8
Sound - 8.9
Story & Inszenierung - 8.7
Spielspaß - 8.5