Resident Evil Revelations im Test

PS4 Reviews

Hier sind wir nun angelangt. Wir nähern uns dem Ende des Jahres 2017 mit großen Schritten, feiern aber gleichzeitig noch immer das Jahr, in dem ganze zwei Resident Evil-Spiele für die aktuelle Konsolengeneration erschienen sind. Resident Evil 7 biohazard erschien im Januar diesen Jahres und brachte nicht nur frischen Wind in die Reihe, sondern auch VR-Support. Eine Horror-Offenbarung war geboren. Ende August wurde dann noch Resident Evil Revelations veröffentlicht, die Remastered-Fassung eines ursprünglich für den Nintendo 3DS veröffentlichten Spin-Off-Titels. Und ob der auch fünf Jahre nach Erstveröffentlichung noch begeistern kann, das wollen wir im folgenden Test klären.

Unterschiedliche Versionen, eine Geschichte

Dabei muss natürlich erst einmal erwähnt werden, dass es sich bei der PlayStation 4-Fassung von Resident Evil Revelations nicht um das erste Remaster des Handheld-Games handelt. Bereits 2013 kam eine grafisch aufgebohrte Variante für PS3 und Xbox 360 auf den Markt, die durchaus zu überzeugen wusste. Mit der nun veröffentlichten und nochmals überarbeiteten PS4-Version kommen wir aber in den Genuss der schönsten Fassung, was allerdings nicht bedeutet, dass wir es hier mit einem schönen Spiel zu tun hätten.

Aber dazu später mehr.

Denn egal für welche Version man sich auch entscheiden mag, die Geschichte bleibt natürlich gleich. Spieler übernehmen die Rolle von Jill Valentine, die zusammen mit ihrem Partner Parker Luciani auf das Kreuzfahrtschiff SS Queen Zenobia geschickt werden, um Chris Redfield aufindig zu machen. Dort angekommen überschlagen sich die Ereignisse schnell und al Spieler muss man sich mit einer neuartigen Bedrohung in Form der vom T-Abyss-Virus befallenen Wesen herumschlagen.

Was gut gefällt ist, dass man auch als Neueinsteiger durchaus seinen Spaß mit dem Titel haben kann. Während gerade Resident Evil 5 und vorallem Teil 6 viele Grundkenntnisse der seit Teil 1 immer komplexer werdenden Handlung vorausgesetzt haben, sieht sich Resident Evil Revelations als relativ losgelösten Titel. So kann man der Story gut folgen, die mit der ein oder anderen spannenden Wendung aufwarten kann und sich bis zum Ende immer weiter steigert. Aber alleine deswegen sollte man den Titel nicht spielen. Charakterentwicklung oder gar -Tiefe sucht man vergebens.

Vor- und Nachteile

Dafür hat man sich mit dem Setting durchaus übertroffen. Die SS Queen Zenobia, die als Standort des Spiels dient, erzeugt durch ihre engen Gänge und dunklen Maschinenräume auf subtilere Art Horror als es die Hauptspiele der Reihe in den letzten Jahren geschafft haben (RE 7 ausgenommen). Hier trumpft der Titel weitestgehend auf.

Leider kann man das nicht über die etwas unpräzise Steuerung sagen. Man merkt Resident Evil Revelations seine Handheld-Wurzeln eben doch an. Und so motivierend das eigentliche Spiel auch sein mag, so unangenehm lässt er sich steuern. Was jetzt hart klingt, ist aber gewiss kein KO-Kriterium. Hat man sich an die schwammige Schusskontrolle einmal gewohnt, kann man sich damit durchaus arrangieren. Gleiches gilt für das Bewegen der Charaktere. Dass es besser geht, beweisen hier natürlich moderne Ableger. Aber es geht eben auch schlechter.

Technisch erwartet uns hier, wie eingangs erwähnt, die bisher beste veröffentlichte Fassung. Dafür sorgen die hohe Auflösung von 1920x1080p und die Framerate, die gefühlt bei stabilen 60 fps läuft. Allerdings merkt man auch hier noch das Alter. Die Texturen wurden zwar überarbeitet, sind im Detail aber doch matschig. Gleiches gilt für die Animationen. Das ist schade, da der Titel so nicht mal ansatzweise mit aktuellen Veröffentlichungen mithalten kann. Aufgrund der Preisgestaltung aber nachvollziehbar.

Raid-Mode

Resident Evil Revelations enthält neben dem Hauptspiel alle bisher veröffentlichten DLCs, sowie den Raid-Mode. Letzterer macht besonders viel Spaß, wenn man sich in festgelegten Leveln und gegen die Zeit mit besonders vielen fiesen Kreaturen anlegt. Und trotz der Steuerung funktioniert es erstaunlich gut, was dem grandiosen Leveldesign zugrunde liegen mag. Glaubt mir, wenn ich sage: Der Raid-Modus ist das eigentliche Highlight des Spiels.

Töten, Leveln, Aufrüsten. Das ist ein Kreislauf, der hervorragend funktioniert. Das tat es schon damals – also 2012 – und tut es auch heute noch. Hier gibt es zwar nix zu beanstanden, ob euch der Story-freie Modus liegt, müsst ihr aber selbst herausfinden.

Fazit zu Resident Evil Revelations

Als Fan der Resident Evil-Reihe gefällt mir Revelations durchaus gut. Die Story ist nicht ganz so übrladen wie in Resident Evil 6 und das Setting weckt intime Erinnerungen an den ersten Teil der Serie. Aber technisch und spielerisch merkt man dem Titel sein Alter durchaus an. Die Steuerung ist bestenfalls okay und die Rätsel nicht der Rede wert. Wer sich selbst Fan der Reihe nennt und den Ableger damals verpasst hat, sollte zuschlagen. Allen anderen wird er wahrscheinlich eh egal sein. Diese Leute verpassen allerdings auch nicht viel und sind mit Resident Evil 7 biohazard besser bedient.

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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