Port Royale 4 Review

Reviews / Tests Nintendo Switch PS4 Strategie Xbox One
8

Sehr gut

Die Karibik, strahlender Sonnenschein, türkises, warmes Wasser, Palmen, vereinzelt Schiffe auf dem Meer und verträumte kleine Karibik-Örtchen an der Küste. Genau darum geht es in Port Royal, jetzt bereits in der vierten Auflage. Ist das schon alles? Natürlich nicht.

Eure verträumten Küsten-Städte sind die Basis eurer hoffentlich zukünftigen Wirtschaftsmacht, die Schiffe auf dem Meer das Werkzeug, um Städte zu verbinden und Bedürfnisse zu erfüllen.

Mit Port Royal spielt ihr den karibischen Wirtschaftskreislauf, den ihr nach Herzenslust beeinflussen könnt und diesem zu ungeahnten Wachstum verhelfen könnt.

Aber eins nach dem anderen Matrose…

Sonnenuntergang 2

Port Royale 4

Neu an Bord? Aller Anfang ist schwer…

Um euer Wirtschaftsimperium aufzubauen bietet euch Port Royal 4 wirklich jede menge Möglichkeiten und an Umfang mangelt es wahrlich nicht.

Daher waren wir, trotz Erfahrung aus dem dritten Teil, froh dass es außer den Kampagnen für die einzelnen Mächte (Spanien, Niederlande, England und Frankreich) sowie einem freien Spiel auch noch das Tutorial gab – und das war wirklich schön gegliedert und dringend nötig.

Gerade für den Städtebau sowie für die Seeschlachten, aber auch als Auffrischung für sämtliche Funktionen wie Zusammenstellungen unserer Konvois oder Baumöglichkeiten in der Stadt.

Aber auch nach dem Tutorial würden wir erst die Kampagnen einem freien Spiel vorziehen – die Lernkurve ist trotz Tutorial noch nicht abgeschlossen und sehr steil.

Die Karibik wie sie leibt und lebt

Um das Spielprinzip kurz zusammen zu fassen: Die Menschen in der Karibik wollen gut versorgt werden – die Städte wollen wachsen. Dafür habt ihr Sorge zu tragen indem ihr Städte miteinander verbindet und diese auf dem Seeweg beliefert, sei es um Bedürfnisse zu stillen oder Produktionen am laufen zu halten. Dabei könnt ihr selbst auch Einfluss nehmen und dürft in Städten einzelne Waren herstellen. Achten solltet ihr aber auch dass ihr ein großes Stück vom Kuchen bekommt und gutes Geld verdient – um auch weiter zu wachsen, mehr Schiffe zu kaufen oder um zum Beispiel mehr Produktionen in einzelnen Städten zu gründen und auszubauen.

Dabei müsst ihr erstmal durchforsten welche Städte mit welchen Rohstoffen abgedeckt sind – gibt es diese Rohstoffe im Überfluss könnt ihr diese natürlich günstig einkaufen. Um diese Waren dann an Orten, an denen ein Mangel an Konsumgüter oder Materialien herrscht, für mehr Geld zu verkaufen. Angebot und Nachfrage eben.

Habt ihr diesen Kreislauf verinnerlicht habt ihr schon mal die halbe Miete.

Man muss allerdings sagen, dass die Portierung auf die Playstation teilweiße etwas umständlich ist und man sich erst an die vielen Fenster und an große Listen mit viel Informationsgehalt gewöhnen muss. Auch um z.B. zu kontrollieren wo wir Waren günstig kaufen und dann wiederverkaufen können. Wir uns immer wieder ertappt, wie wir uns verlaufen haben und etwas länger suchen mussten.

Das schöne dabei ist – gerade auch vor dem Hintergrund, dass man irgendwann viele Schiffe und Konvois befehligt – kann man sozusagen den Autopiloten aktivieren um die Waren, die wir in Auftrag geben, günstig einzukaufen, um sie dann wieder teurer zu verkaufen. Das macht die KI tatsächlich auch ordentlich. Wer allerdings alles manuell befehligen will kann das weiterhin machen, wird aber schnell mit seinen ganzen Flotten überfordert sein.

Im späteren Spielverlauf werden auch noch Diplomatie und Krieg eine große Rolle spielen – daher sollte man den seichten Einstieg über die Kampagnen wählen.

sparstrom.de

Piraaaaaaaaaaaaaten!!!!

Wenn wir unserer Schiffe gewinnbringend durch die Karibik manövrieren, Stürme ausweichen, die perfekten Routen zusammenstellen und auch Strömungen oder Meerestiefe vor dem Hafen perfekt ausgelotet haben gibt es natürlich noch ein Problem – die Piraten.

Ja, diese Gesellen kennt man bereits aus den früheren Teilen und dürfen natürlich nicht in der Karibik fehlen – in Port Royal 4 hat man die Begegnungen auf See allerdings etwas ausführlicher gestaltet (natürlich auch bei anderen Auseinandersetzungen mit Gegnern).

Wir dürfen jetzt tiefer in die Gefechte einsteigen – dabei werden Schlachten jetzt rundenbasiert, nicht mehr so hektisch wie im vorherigen Teil, geführt. Durch eine Anzahl an Bewegungspunkten sowie einiger taktischer Manöver sollten wir unsere Gegner vernichten. Leider ist auch das Beginnen schwierig, da man erst etwas tüfteln muss, wie man am besten vorgeht. Hat man den Dreh raus machen diese Kämpfe aber viel Spaß und bereichern das Spiel sehr.

Autor: Christian Feldmeier

Good

  • Karibik toll aufbereitet
  • Durchdachtes Wirtschaftssystem
  • Langzeitmotivation
  • Seeschlachten
  • Gutes Tutorial

Bad

  • Schwieriger Einstieg
  • Komplizierte Menüs
  • Schnell sich wiederholende Kurzaufträge

Summary

Die ganze Karibik auf einer Karte, ein durchaus durchdachtes Wirtschaftssystem, das greift und viele Möglichkeiten durch Kampagnen und freie Spiele – diese einzelnen Zutaten lassen Port Royal 4 zu einem besonderen Spielerlebnis werden. Hier darf man keine schnelle Action erwarten, auch keine Dauerschlacht auf See. Hier heißt es Handeln, Tüfteln und Bauen. Der Einstieg ist dabei wohl das schwierigste und kann durchaus abschrecken, habt ihr diese Hürde allerdings genommen so weckt das Spiel doch immer wieder unseren Ehrgeiz mehr Profit zu machen und noch mehr zu optimieren, um noch erfolgreicher zu sein. Diesmal auch mit einer Extraprise Ausbau an Land und großartigen Seeschlachten.
8

Sehr gut

Gameplay & Steuerung - 6.9
Grafik - 8.3
Sound - 8
Story & Inszenierung - 7.9
Spielspaß - 8.9