One Piece World Seeker Review

Reviews / Tests PS4 Rollenspiel Xbox One
7.8

Gut

One Piece World Seeker ist seit wenigen Wochen auf den Markt und wir haben uns sehr gefreut, dass wir ein Exemplar ergattern und testen konnten. Bei so einer großen Marke wie „One Piece“ sind wir natürlich immer sehr aufgeregt!
One Piece World Seeker ist für die PS4 und Xbox One erhältlich. Die Erwartungen waren natürlich groß. Doch wie gut konnte uns das Open World Adventure überzeugen? Mehr dazu in unserem Test.

One Piece World Seeker Ruffy

Ruffy blickt in die Ferne

Viel Futter für Fans

Nach 20 Jahren wollten die Entwickler wohl One Piece etwas besonderes gönnen. Denn zum ersten Mal ist ein Spiel in einer Open-World Adventure Verkleidung erschienen. Dies klingt zunächst auch sehr reizvoll und interessant.
Ihr spielt mit Monkey D. Ruffy und dürft mit diesen Protagonisten auf Erkundungstour gehen. Ihr erkundet die neue Insel Prison Island und dürft euch auf zwei völlig neue Gesichter freuen: Isaac und Jeanne. Diese wurden von unserem Manga Helden Eiichiro Oda ausschließlich für das Spiel entworfen. Das dürfte gerade für Fans sehr interessant sein, denn diese Figuren sind weder in einem Manga oder in einem Anime zu sehen. Die Haupthandlung ist neu und in sich geschlossen. Ihr könnt One Piece World Seeker für die PS4 und Xbox One also durchaus als Kinofilm betrachten. Soweit so gut – das klingt nicht nur super, ist es auch! Verraten wollen wir an dieser Stelle eigentlich nichts, denn die Story lebt von eurer Neugier!

Unterhaltung gibt es genügend. Ihr dürft euch auf über 20 Stunden geballte Story Power freuen. Der Fokus liegt eindeutig auf Ruffy, da ihr nur diesen spielt. Durch den Fokus auf einen Charakter macht auch der Fähigkeitsbaum durchaus Sinn. Diesen könnt ihr in etwa mit dem von Assassins Creed Odyssey vergleichen. Ihr könnt eure Figur also Stück für Stück in verschiedene Richtungen weiterentwickeln und entsprechend verbessern.

Open World System

Um es nochmal zu betonen: Die Story ist wirklich sehr spannend inszeniert und dürfte jeden Fan mit freudigen Tränen vor den Bildschirm lassen!
Was wäre aber eine schöne Kulisse, wenn das Game selber nicht überzeugen kann? Zunächst einmal ist es immer sehr gefährlich, wenn ein Entwickler sein Spiel als „Open World“ Genre verkauft. Die Erwartungen sind stets hoch und meist verliert jeder schnell das Interesse, weil die Welt entweder leer oder gar monoton ist.
Keine Sorge an dieser Stelle. One Piece World Seeker macht das ganze doch ganz gut. Es gibt auf der Gefängnis Insel sehr viele Hot-Spots zu erkunden. Kleinere und größere Städte, aber auch das Umland wurde sehr schön konzipiert. Unterwegs dürft ihr als Pirat natürlich auf die Suche nach Schatztruhen und anderen Geheimnissen gehen. Die gefundene Ausrüstung stärk Ruffy und verbessert die Status Werte. Besonders schön ist, dass die Insel weder zu groß noch zu klein geraten ist. Dadurch macht auch das erkunden sehr viel Spaß! Gerade mit Ruffys „Gummiarme“ durch die Höhen zu schwingen gibt ein sehr gutes Gefühl im Spiel!

Das Kampfsystem des Spiels enttäuscht leider ein bisschen. Der Grund dafür ist ziemlich einfach: Es wirkt eintönig und bietet keine Spieltiefe. Gefühlt kommt es uns so vor, als würden wir immer die gleichen Moves verwenden und damit ohne Probleme durch das Spiel kommen. Die Kämpfe laufen im Grunde immer gleich ab. Die Gegner unterscheiden sich auch nicht wirklich großartig, sodass die Motivation tatsächlich ein bisschen flöten geht. Im Grunde haut ihr immer auf zwei Knöpfe ein wie blöd und gewinnt ohne Probleme.
Die Möglichkeiten sind nicht sehr variabel: Einfaches schlagen, ausweichen oder blocken. Andere Spiele machen das schon viel besser vor. Vor allem ist es nicht das erste One Piece Game auf dem Markt. Auch von Kollegen anderer Redaktionen haben wir gehört, dass One Piece World Seeker in dieser Hinsicht leider enttäuschend ist.
Ja – wie schon erwähnt gibt es einen umfangreichen Skill-Baum. Allerdings machte es Sinn, Ruffy in eine Richtung zu entwickeln. Nur dann ist er auch entsprechend stark, auch wenn wie schon angemerkt die Gegner nicht wirklich kreativ sind. Besondere Attacken oder gar interessante neue Kombos suchen wir hier vergebens.

Technisch ist One Piece World Seeker auf der PS4 und Xbox One sehr gelungen. Die wunderschöne Welt mit ihren Anime Figuren wirkt in der Tat sehr einladend und vor allem bunt. Typisch eben. Auch die musikalische Untermalung ist sehr gelungen!

Good

  • Neue Anime Charaktere
  • Open World
  • schöne, malerische Grafik
  • viel zu entdecken
  • Story

Bad

  • Kampfsystem eintönig und oberflächlich
  • Ladezeiten

Summary

One Piece World Seeker sollte von jedem Fan gespielt werden. Gerade die neuen Charaktere und die spannende Geschichte könnte für One Piece Gurus sehr interessant sein. Allerdings enttäuscht das Game spielerisch etwas. Das Kampfsystem ist sehr oberflächlich und einfach gehalten und bietet überhaupt keine taktische Spieltiefe. Hier hätten wir uns mehr gewünscht und wir wissen, dass das Team das wesentlich besser kann. Als Resultat haben wir hier also einen sehr soliden Ableger, wo aber noch Luft nach oben ist.
7.8

Gut

Gameplay & Steuerung - 7.2
Grafik - 8
Sound - 8
Story & Inszenierung - 8.4
Spielspaß - 7.5