Ni No Kuni 2 im Test

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Ohne jeden Zweifel war Ni No Kuni vor wenigen Jahren ein Überraschungshit für die PlayStation 3. Als ich damals dieses wunderbare Abenteuer spielen durfte, musste ich sogar bei der Freundin um Erlaubnis fragen. Es hat einfach viel mehr Zeit gefressen, als ich mir selbst eingestehen konnte.
Dementsprechend habe ich auf den Release des zweiten Teils gefreut.
Bandai Namco hat uns Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs bereits mehrere Wochen vor dem Release zugeschickt – dafür ein großes Dankeschön! Ich habe das Rollenspiel schon sehr intensiv angespielt und verrate euch, warum Ni No Kuni 2 einfach nur exzellent geworden ist.

Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs

Wer Rollenspiel und Anime sagt, der muss auch Ni No Kuni sagen. Im Grunde gibt es ja schon sehr viele verschiedene Japano-Rollenspiele für unsere PlayStation 4. Aber vorab kann ich schon mal sagen, dass Level 5 es wieder geschafft hat: Ni No Kuni 2 auf der PS4 ist definitiv das beste Rollenspiel!
Ich fange aber gerne nochmal von vorne an. Zu Beginn des Spiels lernt ihr durch „zufällige“ Umstände den jungen König Evan kennen. Der junge Herr ist frisch König von Katzbuckel geworden und sollte eigentlich das Land regieren. Nachdem es aber einen Putsch gegen den jungen Herrscher gab mussten unsere Helden fliehen und komplett von vorne beginnen.
Was macht man denn am besten, wenn man sein Königreich verloren hat? Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten, aber in Ni No Kuni 2 müsst ihr „einfach“ ein neues Land erwerben und ebenfalls ein neues Königreich gründen. Der Weg dorthin ist allerdings mit einigen Stolpersteinen versehen.
Wer hat den Putschversuch geplant und vor allem warum? Was ist mit den anderen Städten passiert und wie könnt ihr das alles wieder geradebiegen? Wer schon den Vorgänger gespielt hat, der weiß wie liebevoll Level 5 die Story inszeniert.
Im Grunde wirkt das ganze wie ein wunderbarer Anime Film, nur, dass ihr als Regisseur über den Ausgang verantwortlich seid. Jeder Held hat seinen eigenen Charakter und jede weitere Figur möchte man – egal ob gut oder Böse – irgendwie ins Herz schließen. Dabei kommt auch stets der Humor nicht zu kurz! Es gab wirklich extrem viele Momente wo ich lachen oder einfach nur schmunzeln musste. Gleichzeitig ist die Geschichte einfach nur Herzallerliebst und fesselt für zahlreiche Stunden. Wirklich Klasse!

Gewohnte Spielmechanik – neues Kampfsystem

Ni No Kuni 2 fühlt sich eigentlich komplett neu an. Das reisen über die Länder erfolgt wie auch schon beim Vorgänger über die Weltkarte. Dort trefft ihr so allerhand Monster und könnt bzw. müsst gegen diese Kämpfen.
Natürlich werdet ihr auch wieder zahlreiche unterschiedliche Orte und Dungeons erkunden. Dabei hat Level 5 passend zur jeder Situation entsprechend einen guten Sound mit eingebaut!
Dennoch dauert es nicht lange, bis euch die ersten Unterschiede auffallen. Diese möchte ich euch natürlich im Detail erläutern:
In Ni No Kuni 2 müsst ihr nicht die verschiedenen Emotionen der einzelnen Bewohner wieder herstellen. Auch das Kampfsystem hat sich grundlegend geändert. Während man bei dem ersten Teil immer wieder warten musste, kämpft ihr in Ni No Kuni 2 komplett dynamisch und in Echtzeit. Ich für meinen Geschmack finde diese Art des Kampfsystems viel besser. Ihr könnt rumlaufen, ausweichen, zaubern und natürlich angreifen! Umso mehr Schaden ihr mit euren Waffen macht, umso schneller laden diese sich für super Attacken auf.
Dabei seid ihr so stark auf euren Kampf fokussiert, dass ihr eigentlich gar nicht auf die Verbündeten achten müsst. Im Vorgänger musste man nämlich schon aufpassen, dass diese nicht vorab draufgehen. Natürlich könnt ihr auch per einfachen Knopfdruck zwischen den Helden hin und herwechseln.
Ebenfalls könnt ihr problemlos zwischen den Waffen wechseln (oder automatisch wechseln lassen). Da ihr beispielsweise bis zu drei Nahkampfwaffen gleichzeitig halten könnt, macht es Sinn dann zu wechseln, wenn eine Waffe aufgeladen ist. Über die Optionen könnt ihr aber wie schon erwähnt den Wechsel auch automatisiert stattfinden lassen.
Wer sich übrigens auf das Pokémon-Feature gefreut hat, den muss ich leider enttäuschen. Man könnte dies vielleicht als Manko ansehen, aber ehrlich gesagt vermisse ich das überhaupt. In Ni No Kuni 2 habt ihr nämlich keine Monster mehr, die ihr zähmen und aufziehen könnt. Stattdessen könnt ihr auf Gnuffis zurückgreifen, die im Kampf zwar selbstständig kämpfen, aber dennoch Befehle entgegen nehmen können.
Dadurch werden aus meiner Sicht die Kämpfe auch viel schneller und machen – zumindest mir – viel mehr Spaß. Es ist schön, dass Level 5 mit einer Fortsetzung einfach mal was neues probiert und nicht wieder den ersten Teil kopiert!
Die Gnuffis sind kleine und putzige Wesen, die ihr natürlich auch austauschen und verstärken könnt. Allerdings ist dieses System halt wesentlich abgespeckter als im Vorgänger.

Für euer Königreich!

Ni No Kuni 2 glänzt im Grunde an jeder Ecke mit Neuerungen. Selbst im Menü könnt ihr wirklich extrem viele Einstellungen vornehmen. Zum Beispiel könnt ihr jederzeit Punkte (so eine Art Skillbaum, den man ständig ändern kann) verteilen, die euch Vorteile bzw. Nachteile gegen bestimmte Gegnertypen bringen.
Natürlich gibt es auch wieder grundsätzlich Fähigkeitspunkte, die man aufwerten kann.
Wirklich neu ist allerdings der „Schlachtmodus“. Mit einer Armee versucht ihr eure Land zu verteidigen oder neue Länder zu erschließen. Dabei hat dieses System überhaupt nichts mit eurem Kampfsystem zu tun! Ihr legt eure Soldaten fest und zieht damit in die Schlacht. Ihr bestimmt welche gegnerischen Einheiten eure verbündeten angreifen sollen (in Echtzeit) und versucht so Schritt für Schritt voranzukommen. Dabei sollte man beispielsweise auch drauf achten, dass man Fernkämpfer nicht vorne ran stellt, weil diese durch Nahkampf natürlich mehr Schaden nehmen.
Habt ihr schließlich gewonnen könnt ihr nach und nach eure Königreich aufbauen! Es ist einfach so unfassbar, was ihr in diesem Spiel alles machen könnt. Jedes Mal wenn man denkt, man hat nun wirklich alles gesehen, kommt direkt ein komplett neues Feature um die Ecke.
Darüber hinaus wirkt alles für mich so abwechselnd. Man befindet sich in einem Wald, nimmt einen Auftrag entgegen und schwupp ist man in einer Stadt voller Glücksspiel unterwegs. Man versucht aufzudecken warum es mit den Würfeln nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Story bietet so viele Facetten und man wird wirklich bis zum Ende mit purem Spaß belohnt!
Ein weiteres nettes Feature ist übrigens die Schnellreise. Ihr könnt an neuen Orten immer einen schnellreisepunkt freischalten und könnt diesen bequem per Karte auswählen.

Fazit

Mir ist bewusst, dass Ni No Kuni 2 wie bei anderen Seiten wohl noch viel mehr Text verdient. Aber der Kern meines Artikels sollte eigentlich auch schon nach wenigen Zeilen bekannt sein: Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs ist eines der besten Rollenspiele für die PlayStation 4. Für mich persönlich ohne Wenn und Aber das Beste!
Die Frage ob nun der zweite Teil besser ist als der erste kann man aber nicht pauschal beantworten. Für mich stehen beide Ableger für sich, da Ni No Kuni 2 völlig neue und andere Mechaniken benutzt. Das Kampfsystem ist flott und dynamisch und der Aufbau des Königreichs macht einfach sehr viel Spaß. Aber natürlich war der erste Teil mit seiner „Monster Sammlerei“ ebenfalls sehr interessant. Es gibt also kein Besser, es gibt einfach nur ein verdammt gut! Ni No Kuni 2 sollte man sich auf keinem Fall entgehen lassen! So viel Liebe und Perfektion von Technik bis hin zum Gameplay ist in der heutigen Zeit wirklich selten! Das Warten hat sich gelohnt!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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