Monster Energy Supercross – The Official Videogame 3 Review

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7.8

Gut

Wie auch die MotoGP- und MXGP-Reihe setzt Milestone die Monster Energy Supercross Reihe fort welche mindestens genauso viel Potential hat wie beide erst genannten. Nachdem die ersten beiden Teile bereits guten Erfolg hatten, eine Weiterentwicklung erkennen ließen und auch für Trophäen-Jäger interessant waren und noch immer sind hatten wir große Erwartungen an den am jetzt erscheinenden dritten Teil.

Kann Milestone das Potential nutzen und unsere Erwartungen erfüllen? Setzt Milestone den Trend Richtung Pro-Spieler fort, den sie mit Moto GP und MXGP bereits eingeschlagen haben? Wir haben uns aufs Bike gesetzt und haben einige Runden für euch gedreht.

StartAbseits der Strecke…

Die Präsentation in und um die Arenen in Monster Energy Supercross kann sich absolut sehen lassen. Milestone hat, wie nicht anders zu erwarten, alle Lizenzen der MES wieder am Start – 100 Fahrer aus den offiziellen 450SX- sowie 250SX-Klassen. Auch die Rennstrecken sind natürlich wieder original und lizensiert – 15 Stadien und Strecken die besser aussehen als je zuvor. Es macht wahnsinnig viel Spaß in den toll umgesetzten Stadien die Sau raus zu lassen.

Das Spiel bietet eine Menge Umfang – egal auf was ihr Lust habt, der Spielmodus ist vorhanden.

Wollt ihr ein Einzelrennen fahren? Kein Problem – wie gewohnt die Klasse, den Fahrer und die Strecke auswählen und schon geht’s los. Habt ihr Lust auf Karriere? Fahrer erstellen, Sponsoren aussuchen – und ab auf die Strecke. Erst stellt ihr euer Können in einem Bootcamp-Rennen unter Beweis, dann geht’s als Neuling in die jeweilige Klasse.

Natürlich auch mit dabei die klassische Meisterschaft – wer keine Lust auf eine lange Karriere hat – oder eben das Trainingsgeländer für die Neueinsteiger in MES.

Darf es etwas herausfordernder sein? Einfach ein Zeitrennen starten und sich mit den Besten messen. Oder der Herausforderungs-Modus der in fünf Kategorien unterteilt ist (u.a. Hole-Shots, Überholmanöver oder Sprünge).

Zu diesem speziellen Herausforderungs-Modus, der in letzter Zeit in Milestone-Spiele Einzug hält kommen wir noch…so viel sei verraten: Es ist wieder mal eine wahre Herausforderung.

Natürlich ist auch der Mehrspieler wieder vorhanden – hier allerdings gab es keine großen Änderungen. Warum auch? Never change a running system.

Und auch für Hobby-Bastler ist es wieder möglich eure eigenen Strecken zu erstellen was etwas vereinfacht wurde. Kreative kann man sich hier absolut auslassen und es macht wirklich Spaß die Strecken dann zu befahren. Milestone hat diesen Modus ja schon sein dem ersten Teil implementiert – und verfeinert ihn Jahr für Jahr mit kleinen Verbesserungen. Weiter so!

Schwierigkeitsgrade und andere tolle Dinge

Natürlich enthält Monster Energy Supercross verschiedene Schwierigkeitsgrade (von sehr einfach bis extrem schwer) und verschiedene Modi an ein Rennen heran zu gehen (von kurzen Rennen über das komplette Event in realer Rennzeit).

Was mir in meinem ersten Bootcamp-Rennen sofort aufgefallen ist: Der Schwierigkeitsgrad wurde leicht angehoben, ich als Gelegenheitsspieler fahre üblicherweise auf dem Grad „Normal“ was diesmal schon etwas herausfordernder ist als in den letzten beiden Teilen.

Milestone ging bereits mit MotoGP in verschiedenen Modi stark in Richtung Pro-Gamer. Diesen Trend hat man mit MXGP und jetzt auch Monster Energy Supercross fortgesetzt. Natürlich sind die meisten Spielmodi auch für Anfänger gut zu meistern – und in der Karriere bringt eine gewisse Herausforderung ja definitiv einen Reiz und motiviert auch über längere Zeit.

Der Herausforderungmodus ist, wie auch in MotoGP in dem man Zeiten schlagen muss oder MXGP in dem man bestimmte Aufgaben erfüllen muss, wirklich extrem herausfordernd. Hier geht man wieder in Richtung Pro-Gamer und hat die Herausforderungen (wenn auch die ersten 3-4 Stück noch mit etwas Übung machbar sind) wieder übertrieben schwer gestaltet. Dieser Trend hat mich als Gelegenheitsspieler bereits vor dem Kauf von MotoGP als auch vor dem Kauf von MXGP 2019 abgeschreckt und ich bin mir sicher da geht es einigen Gelegenheitsspielern so. Natürlich hat die Medaille immer zwei Seiten und jeder Pro-Gamer fühlt sich hier richtig gefordert und kann seinem Können freien Lauf lassen – genau diese Zielgruppe wird sich mit Sicherheit über eine derartige Herausforderung freuen.

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Gameplay, Technik und anderer Schnickschnack

 Das Drumherum wurde geklärt, auch was einem MES alles bietet haben wir ausführlich durchleuchtet. Was steckt aber in Monster Energy Supercross? Gameplay-Technisch hat man die Menüführung, so finde ich, noch weiter vereinfacht – das Menü ist übersichtlich und einfach gestaltet, genauso will man’s doch haben.

Die Steuerung wurde nochmal etwas verfeinert – ist im ersten Moment empfindlicher, aber auch genauer. Für Spieler der ersten beiden Teile bedeutet das eine kurze Eingewöhnungszeit, wer zuvor schon MXGP 2019 gespielt hat wird sich aber sehr schnell zurechtfinden. Kann die Steuerung für Anfänger doch etwas abschreckend sein lohnt es sich hier doch etwas dran zu bleiben, man verinnerlicht sie doch sehr schnell und bringt Spaß.

Auch im technischen Bereich wurde das Spiel stark an MXGP 2019 angelehnt – grafisch ist das Spiel vielleicht oberer Durchschnitt – das Gameplay und der Sound drängen die grafischen Aspekte aber in den Hintergrund. Gerade die Bikes klingen in MES absolut authentisch und wir wissen doch alle, dass es noch mehr Spaß macht, wenn wir über die Strecken jagen und auch der Sound richtig rauskommt.

Alles in Allem kann sich Monster Energy Supercross 3 sehen lassen – das Gameplay überzeugt, der Sound überzeugt einzig grafisch bewegen wir uns seit je her bei Milestone eben im besseren Durchschnitt.

Test wurde geschrieben von Christian Feldmeier.

 

Good

  • Übersichtliche Menüführung
  • toller Umfang an Lizenzen
  • viele Spielmodi
  • Authentischer Sound
  • Tolle Präsentation der Rennen
  • Herausforderungsmodus
  • Tolles Spielgefühl dank super Gameplay

Bad

  • Grafisch nur besserer Durschnitt
  • Herausforderungsmodus
  • Trend in Richtung E-Sport und Pro-Gamer
  • Fehlende Balance in Sachen Schwierigkeitsgrad

Summary

Monster Energy Supercross 3 bietet mehr Möglichkeiten und Spielmodi als die bisherigen Teile – aufgebaut in einem absolut übersichtlichen und durchdachten Menü. In den Modi sollte für jeden was dabei sein, über Karriere bis hin zu den Zeitrennen oder den fordernden Herausforderungen für die geübteren Spielern. In Sachen Gameplay und Sound kann Milestone nochmal einen drauflegen und optimiert im Detail was definitiv positive Auswirkungen in Sachen Spielspaß hat. Grafisch ist das Spiel absolut solide setzt aber keine neuen Maßstäbe. Auch in Sachen Lizenzen und Umfang kann MES3 absolut überzeugen. Der angehobene Schwierigkeitsgrad und der Trend mehr in Richtung E-Sport und Pro-Gamer zu gehen missfällt uns als Gelegenheitsspieler stark – auch deswegen haben wir auf MotoGP und MXGP 2019 als Kauf verzichtet. Alle Pros kommen hier natürlich absolut auf ihre Kosten – was ein Negativaspekt für Gelegenheitsspieler, die in der Mehrzahl sind, ist wird natürlich zum positiven Aspekt für die geübten und besseren Spieler. Uns fehlt im Allgemeinen etwas die Balance des Schwierigkeitsgrades, grad in Sachen Herausforderungen. Als Randnotiz sei zu beachten: Wer auf eine machbare Platin hofft wie es im ersten Teil der Fall war, den müssen wir leider enttäuschen – die Herausforderungen sind gerade für Gelegenheitsspieler kaum schaffbar.
7.8

Gut

Gameplay & Steuerung - 8.1
Grafik - 7.2
Sound - 7.8
Story & Inszenierung - 7.8
Spielspaß - 8.2