Marvel vs Capcom Infinite im Test

PS4 Reviews

Wir haben vor kurzem freundlicherweise Marvel vs Capcom Infinite für die PlayStation 4 zum Testen bekommen. Im neuesten Ableger der Beat´em Up Serie dürfen wir uns auf ein geändertes Kampfsystem freuen. Wir haben uns durch sämtliche Stages geprügelt, die Story analysiert und möchten euch nun in kürze beschreiben, ob der Titel mit den anderen Prügelspielen mithalten kann. Denn schließlich wurde dieses Jahr schon Tekken 7 und Injustice 2 veröffentlicht. Mehr dazu in unserem Test.

Huch, was ist denn da los?

Also wer nicht gerade die Charaktere aus Marvel oder aus dem Capcom Universum kennt, der hat wirklich Probleme mit der Story klarzukommen. Das können wir euch direkt schon zu Beginn verraten! Wenn ihr den Single Player Modus das erste Mal startet, dann seht ihr erst einmal einen wunderschönen (Avengers) Tower. Es dauert nicht lange und Captain Marvel kommt angeflogen, blockt einen Angriff eines Wissenschaftlers ab. Hulk will mit seinen gefährlichen Fäusten ordentlich mitmischen und schon dauert es nicht Lange und Dante von Devil May Cry mischt auch noch mit. Solche Szenen wo es irgendwie kunterbunt und durcheinander umher geht sind eigentlich bei Marvel vs Capcom Infinite Standard! Zur Story selbst können wir euch gar nicht so viel verraten. Das liegt aber auch daran, dass man sich hier offensichtlich nicht viel Mühe gegeben hat. Diese wirkt doch sehr langweilig und ist alles andere als Spannend inszeniert.

Insgesamt ist dieser Ableger schon der vierte. Helden aus beiden Universen treffen aufeinander und schlagen sich die Fäuste ein. Die Arenen sind eher an die Marvel Filme gerichtet und dürfen von daher einem großen Publikum durchaus bekannt sein. Das Spiel hält sich grafisch eher im Comic Look, was aus unserer Sicht gerade ein Vorteil ist. Besonders die Capcom Charaktere wirken zum Teil sehr lächerlich. Wenn man sich Chris Redfield beispielsweise ansieht muss man sich echt schon irgendwie Sorgen um sein Äußeres machen. Das passt halt einfach nicht!

No more Risk

Die Entwickler gehen mit diesem Ableger einen Schritt zurück. Insgesamt gibt es nur noch 30 Charaktere. Gerade witzige Helden wie Phoenix Wright vermisst man hier doch sehr stark. Dieses Mal wirkt das Roster halt eher „gewöhnlich“ und geht keine Risiken mehr ein. Auch das finden wir doch sehr Schade!

Was gibt es denn sonst neues in diesem Titel? Tatsächlich gibt es da etwas: In der Kampagne könnt ihr vor jedem Kampf eine Trumpfkarte in Form einer Superkraft aussuchen, die euer Protagonist dann in der Reserve halten kann. Dies sind halt unterschiedliche Fähigkeiten wie beispielsweise das teleportieren hinter dem Gegner, was euch natürlich einen kleinen Vorteil verschafft. Eine andere Option ist beispielsweise, dass der Feind in einem „Käfig gesperrt“ wird und er sich nur bedingt bewegen kann. Wer diese Fähigkeiten bzw. Steine klug einsetzt, kann den Kampf leichter gewinnen. Dabei bietet dieses Element gleichzeitig auch mehr Möglichkeiten für Taktikspieler.

Marvel vs Capcom Infinite ist auf jeden Fall viel zugänglicher als die Vorgänger! Dabei wurde bei der Entwicklung offensichtlich sehr darauf geachtet, dass die Steuerung perfekt auf das Gamepad gelegt wird. Selbst wer etwas weniger geschickt in Beat´em Ups ist sollte ziemlich schnell eine große Combo aus sich rauszaubern können! Aber Profis sollten sich keine Sorgen machen. Nur weil das Spiel nun deutlich zugänglicher ist heißt das noch lange nicht, dass das Game generell zu einfach geworden ist. Das einzige was auffällt ist die Kollisionsabfrage des Spiels, denn diese ist nicht immer synchron. So kann es schon mal vorkommen, dass sich die Kämpfer völlig unpassend und zeitversetzt bewegen.

Fazit

Marvel vs Capcom Infinite kann leider nicht mit den anderen Games wie Tekken oder Injustice 2 mithalten, denn dafür fehlen einfach zu viele Punkte. Die Story ist langweilig und zum Teil verwirrend inszeniert und irgendwie hat man das Gefühl, dass an jeder Ecke und Kante etwas fehlt. Zwar ist das Kampfsystem durchaus gelungen und überrascht durch die Steine mit mehr Taktik, aber leider reicht das nicht ganz. Im Grunde ist das Spiel durchaus Solide, aber nicht mehr!

 

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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