Just Cause 4 Review

Konsolen PS4 Xbox One
8.3

Sehr gut

Mit Just Cause 4 liefern die Avalanche Studios den nächsten Teil rund um Rodriguez ab und möchten, dass wir eine komplette Insel in Schutt und Asche legen lassen.
Die Open-World Serie erfreut sich an großer Beliebtheit. Grund genug, dass wir uns den Titel auch genauer angeschaut haben. In unserem Test klären wir auf, ob sich eine Anschaffung von Just Cause 4 lohnt und warum der Titel durchaus sehr viel Spaß macht.

Just Cause 4
Just Cause 4 – Ordentlich Krach machen

Nach ca. drei Jahren Wartezeit war es wieder soweit und wir dürfen erneut in die Haut von Rodriguez schlüpfen. Wenn wir das mit den Vorgängern vergleichen, dann ist der zeitliche Abstand doch sehr kurz gewesen. Zwischen Teil zwei und drei liegt ein halbes Jahrzehnt!
Euch verschlägt es auf die Insel Solis. Dort herrschen seit Ewigkeiten die Espinosa Familie. Diese beuten die Bevölkerung aus und natürlich liegt es an uns, hier mal ordentlich Dampf zu machen.

Bevor es allerdings soweit ist, muss Rico ordentlich einstecken. Doch wir wollen euch gar nicht so viel über die Story erzählen. Soviel können wir verraten: Die Natur ist mächtig und wird euch schon zu Beginn das Leben schwermachen.
Wenn ihr das erste Mal loslegt, zeigt euch das Spiel die Grundmechaniken, damit ihr auf der Insel auch überleben könnt. Wer Just Cause generell zum ersten Mal spielt, wird sich wohl etwas an einen „normalen“ Open World Shooter erinnert fühlen. Allerdings ist die Reihe in dieser Hinsicht komplett anders und verrückt aufgebaut. Mit Hilfe eures Enterhakens könnt ihr beispielsweise Ballons an Gegenstände „ranmachen“. Das bedeutet, ihr könnt beispielsweise einen LKW mit Hilfe von Luftballons in die Luft befördern. Ob das Ganze die Seriosität des Games in Frage stellt? Ne auf keinem Fall, es macht einfach tierisch viel Spaß und sorgt durchaus für gewisse Abwechslung. Just Cause 4 lebt im Grunde davon, dass ihr Experimente mit der Physik anstellen könnt. Das war bei den Vorgängern schon so und ist auch im vierten Teil nicht anders.

Just Cause 4
Fahren, Fliegen und Schießen

Der Kern des Spiels ist auch in Just Cause 4 nicht von anderen zu unterscheiden. Die Hauptmissionen lassen euch verschiedene Inselgebieten erkunden. Dabei müsst ihr Gebiete von der schwarzen Hand befreien und das könnt ihr wahlweise via Fahrzeuge, Flugzeuge und mit euren Knarren erledigen. Mal müsst ihr Rechner hacken, gewisse Dinge in die Luft jagen oder alle Gegner eliminieren. Groß Abwechslungsreich sind die Ziele zwar nicht, aber gerade durch die verschiedenen Möglichkeiten Waffen und Gadgets nutzen zu können kommt in Just Cause 4 für die Xbox One und Playstation 4 sehr viel Spaß auf. Manchmal müsst ihr auch Gefangene befreien und deren Überleben sichern. Dabei müsst ihr euch aber keine Sorgen machen, wenn ihr diese Art von Missionen nicht mögt: Die Häftlinge sind harte Nüsse und wissen durchaus wie sie sich beschützen können!

Etwas Frust kommt bei den Zeitlimit Missionen auf. Innerhalb sehr kurzer Zeit müsst ihr verschiedene Terminals beispielsweise aufsuchen und Aktionen durchführen. Dabei wird euch das Leben mit Sniper und andere Plagen sehr schwer gemacht. Die Zeit ist schon etwas knapp berechnet und ist von daher sehr ärgerlich. Wir haben generell kein Problem damit, wenn manche Dinge etwas komplizierter sind, aber das Balancing der Zeitlimit Missionen ist nicht immer korrekt.

Just Cause 4
Etwas Zeitvertreib abseits der Missionen

Wenn ihr das Hauptspiel durchgezockt habt, gibt es abseits der Story noch einiges zu tun. Die Kulisse mit den abwechslungsreichen Gebieten ist hervorragend dafür geeignet, noch zahlreiche Stunden mit dem Game zu verbringen. Egal ob Dschungel, Gebirge oder Steinwüsten – alles ist enthalten und alles wirkt auch extrem glaubhaft. Natürlich könnt ihr auch eure Zeit mit Nebenaktivitäten wie Stunts verbringen. Davon gibt es nämlich wirklich reichlich. Im Gegensatz zu vielen anderen Games machen die Aktivitäten in Just Cause 4 wirklich viel Laune und runden das Vergnügen ordentlich ab.

Technik

Technisch ist Just Cause 4 durchaus auf der Höhe der Zeit und kann gerade mit der Insel sehr überzeugen. Die Gegenden sind letzten Endes auch daran schuld, dass wir mehr Zeit als „Nötig“ mit dem Game verbracht haben. Die Soundkulisse rundet das Vergnügen nochmal ordentlich ab.

Good

  • große und abwechslungsreiche Spielwelt
  • Tolle Waffen und Gadgets
  • Gute Technik
  • Chaos und Zerstörung

Bad

  • Missionen immer gleich
  • Ende abrupt
  • kein Multiplayer

Summary

Just Cause 4 präsentiert sich in eine vielfältige und offene Welt und legt sehr viel Wert auf richtigen Spaß. Dabei nimmt sich das Game mit manchen Gadgets bzw. Waffen selbst auf die Schippe. Das kommt aber nicht doof oder übertrieben rüber. Wie auch schon bei den Vorgängern ist genau das die Würze der Reihe. Wir können euch das Game definitiv empfehlen und ihr seid bestimmt sehr lange beschäftigt, wenn ihr alles abschließen wollt.
8.3

Sehr gut

Gameplay & Steuerung - 8
Grafik - 8.2
Sound - 8.2
Story & Inszenierung - 8.7
Spielspaß - 8.3