Divinity: Original Sin 2 im Test

PS4 Reviews Xbox One

Nach einer kurzen Wartezeit hatte ich mir noch Divinity: Original Sin 2 für die Playstation 4 gegönnt. Bereits im Vorfeld konnte ich der Presse entnehmen, dass es sich hier um ein starkes Rollenspiel handelt. Etwas Schuld ist hier mein Kollege Daniel, der mir mehr oder weniger das Spiel angedreht hatte.
Glücklicherweise entpuppt sich Divinity als ein sehr hervorragendes Spiel. In diesem Test verrate ich euch, warum das so ist.

Gewöhnt euch dran und lasst euch belohnen!

Viele von euch die eventuell die PC Version von Divinity: Original Sin 2 gespielt hatten, fragen sich ob der Port auf Konsole überhaupt erfolgreich war. Vor allem die Steuerung dürfte dabei bei vielen eine Rolle spielen.
Um darauf näher eingehen zu können, sollte ich erst einmal erläutern wie das Prinzip aufgebaut ist. Divinity orientiert sich dabei ganz im Stil von Baldurs Gate und wird „isometrisch“ gespielt. Das bedeutet, dass ihr eine Gruppe von Helden in einer isometrischen Welt steuert, dabei alle gleichzeitig ausrüstet und hochlevelt. Dabei müsst ihr haufenweise in Menüs jonglieren.
Ob das auf dem Controller der Playstation 4 (oder Xbox One) funktioniert? Aber klar doch, es geht wirklich. Allerdings ist das zu Beginn nicht einfach.
Da ihr aber sowieso für die Kampagne gut 80 Stunden einrechnen dürft, sollte die entsprechende Übung von selbst kommen. Aber große Sorgen braucht ihr euch nicht zu machen, da die Entwickler sich wirklich die größte Mühe gegeben haben! Die Schriften sind groß und gut leserlich und die Verwaltung der Items und Einträge geht gut von der Hand!
Übrigens müssen sich Neueinsteiger der Reihe auch keine Sorgen machen. Divinity: Original Sin 2 handelt sogar noch vor dem ersten Teil, weshalb ein Quereinstieg ohne Probleme möglich ist.

Divinity: Original Sin 2

Doch um was geht es hier überhaupt?

Zu Beginn des Spiels seid ihr auf einer Gefängnisinsel. Natürlich wollt ihr so schnell wie möglich davon runter! Doch ohne Magie und Ausrüstung kommt ihr wohl nicht so schnell gegen die Wärter an. Selbst die Mithäftlinge und diverse andere Kreaturen möchten euch ans Leder.
Da ihr allein niemals rauskommt, werden euch im Spiel mehrere Helfer gestellt. Startet ihr das Spiel das erste Mal, könnt ihr zwischen einen Menschen, Zwerg, einer Echse und einen Elf auswählen. Die jeweilige Hintergrundstory könnt ihr auswählen oder eben selbst erstellen. Diese Figuren und das was ihr eben erstellt habt, werden euch über das ganze Abenteuer hinweg begleiten.
So werden dank eurer Helfer Hindernisse ohne Probleme lösbar. Natürlich kommt hinzu, dass jeder dieser Charaktere besondere Fähigkeiten besitzt. Diese müsst ihr natürlich klug einsetzen.

Gameplay

Im Grunde ist das rundenbasierte System ja nichts Neues. Alles funktioniert so, wie es sein soll. Dabei bestimmen natürlich die Attribute der Helden die Stärke der jeweiligen Attacke. Habt ihr einen Angriff oder eine Aktion ausgewählt, werden diese der Reihe nach ausgeführt. Dennoch bietet Divinity: Original Sin 2 mehr als die übliche Kost.
Die Umgebung spielt eine sehr große Rolle und maximiert den Spielspaß extrem. Wenn ihr beispielsweise von einer Erhöhung aus mit eurer Magie auf Gegner schießt, macht ihr dadurch mehr Schaden. Also für Freunde von Pfeil und Bogen – ihr wisst was ihr zu tun habt. Am besten direkt eine Treppe suchen und von oben aus schießen. So viel Tipp direkt mal am Rande. Dafür ist ein ausgefeiltes Physiksystem verantwortlich!
Aber das System geht noch einen Schritt weiter. Wenn ihr beispielsweise einen Gegner erledigt, hinterlässt dieser einen Blutfleck. Dass dies nicht nur optisch gut ankommt sollte euch klar sein. Ihr könnt beispielsweise dank eines Hagelschauers diese Blutpfütze einfrieren und damit sorgt ihr für Rutschgefahr. Das könnte euch einen entscheidenden Vorteil gegen eure Feinde bringen, weil diese dadurch aussetzen müssen.
Die Möglichkeiten und die Liste der Aktionen sind wirklich sehr lang. Und das ist genau der Punkt, warum selbst auf Konsole (Playstation 4 und Xbox One) Divinity: Original Sin 2 so viel Spaß macht. Ihr könnt auch Garanten werfen, Öl- und Wasserfässer zu eurem Vorteil nutzen und noch viele Optionen mehr. Da war ich nicht mal frustriert, wenn ich nach einer Niederlage einen langen Kampf nochmal starten musste. Weil es einfach viel Spaß macht!
Übrigens: Denkt bloß nicht, dass nur ihr die Vorteile der Items bzw. der Umgebungen nutzen könnt. Auch eure Feinde sind geritzt und nutzen jede einzelne Möglichkeit, um euch in eine Falle zu locken. Selbst auf einfachen Schwierigkeitsgrad kann euch dies zum Verhängnis werden. Aber nur Mut, wer fleißig weiter spielt wird schnell keine Probleme mit dem Game haben! Wir Konsolen Gamer sind ja schließlich gut trainiert, richtig?

Ein weiterer positiver Faktor ist, dass Divinity viele Freiheiten lässt. In bestimmten Abschnitten gibt es meist mehrere Lösungswege um an das Ziel zu gelangen. Gerade zu Beginn im Gefängnis: Ihr könnt den Koch bei einem Lieferproblem helfen oder ihr schlägt euch mit ganzer Kraft einfach durch.
Diese Freiheit überträgt sich aber nicht nur in der Story. Selbst im Inventar und durch die Fähigkeiten der Helden habt ihr stets sämtliche Möglichkeiten offen zu agieren. Während beispielsweise Elfen verdorbenes Fleisch essen können um sich zu heilen, könnt ihr mit anderen Zutaten im Inventar nützliche „Chancen“ kreieren. Probiert einfach rum! Findet heraus und traut euch! Gerade das macht das Rollenspiel ebenso interessant. Nichts ist linear oder vorgeschrieben. Die Kreativität, sowie die Strategie ist euch stets überlassen!

Divinity: Original Sin 2
Technik

Divinity: Original Sin 2 ist wirklich ein wunderschönes Spiel. Allerdings gibt es ein klein wenig Abstriche: Zwar wurde das Spiel vertont und das auch mit wirklich sehr guten Sprechern, aber leider ist das nicht sehr oft der Fall. Davon hätte ich sehr gerne mehr gehabt.
Städte, Wasser und die Umgebungen sehen gerade im satten HDR einfach nur klasse aus. Selbst die Effekte der Kämpfe sind sehr positiv aufgefallen! Ab und an musste ich aber ein kleines Ruckeln verzeichnen. Aber damit kann man leben.

Die Kampagne könnt ihr wahlweise allein, oder online mit bis zu drei Freunden zocken. Selbst ein Couch Koop im Splitscreen ist kein Problem. Da es sich hier um ein taktisches Erlebnis handelt, solltet ihr Online mit „echten“ Freunden spielen. Mit wildfremden Leuten macht es einfach nicht so Spaß. Gerade wenn es um Absprachen geht.
Wenn ihr wollt könnt ihr sogar gegen andere Spieler antreten. Wer also das gewisse etwas sucht und sich gerne mit anderen Menschen in einem Rollenspiel battlet, der hat hier ebenfalls die Möglichkeit dazu.

Fazit

Divinity: Original Sin 2 ist definitiv ein Muss für jeden Fan gepflegter Rollenspiele. Die Möglichkeiten und Freiheiten sind schlicht ergreifend enorm! Die Quests bieten mehre alternativen, das Kampfsystem mit der Einbindung der Umgebung überzeugt und selbst die Technik ist einwandfrei gelungen. Wenn ihr das Ganze dann auch noch mit Freunden auf eurer Playstation 4 bzw. Xbox One wahlweise online bzw. lokal zocken könnt, dann geht die größte Freude auf!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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