Dissidia Final Fantasy NT im Test

PS4 Reviews

Wir waren durchaus überrascht, dass man mit der Final Fantasy Serie auch komplett andere Wege bestreiten kann. Aber gut, nichts ist unmöglich heißt es ja immer! In Dissidia Final Fantasy NT dürft ihr euch mit sämtlichen Charakteren aus der Rollenspielserie so richtig austoben. Denn anders als gewohnt handelt es sich bei diesem Ableger um einen Brawler (Beat´em up). Wir haben das Spiel getestet und verraten euch, ob sich der „Außenseiter“ auch lohnt!

Anders, aber Interessant!

Mit insgesamt 30 verschiedenen Figuren (es sollen wohl noch weitere per DLC nachgeliefert werden) haben die Entwickler von Team Ninja sicherlich keine leichte Aufgabe gehabt. Schließlich sollen sich alle irgendwie individuell anfühlen und nebenbei auch noch in den 3vs3 Kämpfen harmonieren.
Dennoch muss man direkt zu Beginn schon betonen, dass die Mühe sich wirklich gelohnt hat. Die Kämpfe sind zwar mitunter etwas chaotisch, aber fühlen sich sehr frisch an. Das liegt vor allem daran, weil man hier im Grunde von der Steuerung her einen komplett anderen Weg geht, als es bei den bekannten Kampfspielen (Street Fighter, Tekken etc.) der Fall ist. Nach kurzer Einspielzeit geht diese aber auch direkt ins eigene Blut über! Wer sogar das umfangreiche Tutorial studiert, sollte sowieso auf der sicheren Seite sein!
Die Regeln in Dissidia Final Fantasy NT sind eigentlich relativ simpel und dementsprechend schnell erklärt: Insgesamt gibt es vier Klassen (Assassine, Fernkämpfer, Spezialist und Frontkämpfer). Diese lassen sich höchst unterschiedlich spielen und haben natürlich – wer hätte es gedacht – verschieden Stärken und Schwächen. Eines haben allerdings alle gemeinsam: Sie greifen auf das sogenannte Mut System zurück. Jede Attacke kann mit Mut gesteigert werden und macht dadurch mehr Schaden. Wird man in der Zwischenzeit von einem anderen Gegner getroffen sinkt der Wert natürlich wieder.
Während des Kampfes könnt ihr auch Mut Punkte an eure Verbündeten abgeben, die sich beispielsweise mit dessen Hilfe wieder von Gift heilen können. Das Kampfsystem ist dabei in sich sehr dynamisch und wirklich extrem erfrischend. Dabei spielt es für uns überhaupt keine Rolle, ob man Final Fantasy Fan ist oder nicht!
Die Übersicht kann in der Zwischenzeit natürlich etwas leiden. Das liegt ganz einfach daran, dass sich zur jederzeit sechs Spieler auf dem Feld befinden. Zudem können es manche Gebiete wie Wälder beispielsweise unter Umständen die Sicht zusätzlich erschweren. Manchmal – gerade wenn es etwas hektisch ist – kann das schon mal frustrierend werden.
Aber auch hier muss man ganz klar sagen: Wer etwas am Ball bleibt wird sich daran gewöhnen und damit locker umgehen können!

Was bietet das Spiel? Wie lange fesselt es?

Dissidia Final Fantasy NT bietet gerade für Serienkenner einige kleine Leckerlies! Viele bekannte Gesichter und sogar Melodien haben in das Spiel gefunden. Auch wirken die ganzen Areale sehr vertraut. Aber es gibt ein großes Problem: Der Inhalt! Natürlich könnt ihr Solo- Lokal- oder Onlinespielen.
Es fehlen einfach Spielmodi, die auch die Dauermotivation des Spiels stetig oben halten. Hier hätte man durchaus von vielen Genre Kollegen abschauen können. Das wäre echt Bombe gewesen, weil alleine schon das etwas andere Gameplay in diesem Bereich völlig überzeugend war. Wir hätten uns sowohl offline, aber auch online viel mehr Spielmodi gewünscht.
Zudem gab es gerade während der Testphase öfter mal Probleme mit der Verbindung zum Server. Entweder man musste ziemlich auf Gegner bzw. verbündete warten oder das Spiel war extrem laggy. Wir hoffen, dass zumindest letzteres schnell komplett behoben wird!

Fazit

Dissidia Final Fantasy NT macht gerade wegen dem speziellen Kampfsystem viel Spaß und ist eine willkommene Abwechslung im Beat´em Up Bereich! Die Entwickler von Team Ninja haben deutlich bewiesen, dass sie auch locker mit so einem starken Erbe wie Final Fantasy ohne Probleme umgehen können. Schade ist eben nur, dass Dissidia Final Fantasy NT nicht ganz so lange fesseln kann. Das liegt einfach daran, dass die Spielmodi zu wenig reizen. Hier könnte man durchaus noch etwas mehr Abwechslung ins Spiel bringen. Hört sich jetzt aber schlimmer an als es ist: Selbst für „Nicht-Final-Fantasy“ Fans ist dieser Ableger durchaus ein Blick Wert – wir hatten nämlich wirklich viel Spaß damit! Das liegt wohl mitunter auch daran, dass der Einstieg für Neulinge sehr gut rübergekommen ist!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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