Die Sims 4 – Hunde und Katzen DLC im Test

PS4 Reviews

Die Sims 4 für unsere Konsolen ist ja schon einige Zeit erhältlich. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie groß die Freude war, als dieses Spiel endlich offiziell erschienen ist. Umso schöner ist es eigentlich, dass EA das Game noch weiterhin mit neuen Inhalten versorgt. In meinem Test möchte ich aufklären, ob sich eine Anschaffung von Die Sims 4: Hunde und Katzen für das Hauptspiel lohnt, oder ob ihr lieber die Finger davon lässt.

Endlich Haustiere für die Konsole

Eines muss ich aus persönlichen Gründen gleich mal Vorweg nehmen: Ich finde es von EA extrem Schade, dass wirklich bei jedem Hauptteil der Sims Serie die Haustiere prinzipiell nicht schon beim Hauptspiel dabei sind.
Viele Menschen leben mit Tieren zusammen und so sollte das eigentlich schon zur Grundausstattung des Spiels gehören, dass man seine vierbeinigen Freunde mit in die Familie integrieren kann. Aber was möchte ich da groß Meckern? Schauen wir doch einmal, ob die Entwickler dafür ordentlich Features in das Paket gepackt haben.
Die Sims 4: Hunde und Katzen soll euch zumindest den Haustierwunsch erfüllen können, wenn ihr im „echten“ Leben keine Zeit habt. Zugegeben: In diesem Spiel müsst ihr natürlich auch Zeit investieren, denn eure pelzigen Weggefährten müsse natürlich auch Erzogen und Unterhalten werden.
Das Herzstück in Sims 4 ist neben der Simulation selbst natürlich der Editor. Schon im Hauptspiel hattet ihr umfangreiche Möglichkeiten euren Sim zu erstellen. Für die Haustiere ist das natürlich nicht anders. Zur Wahl habt ihr verschiedene Hunden und Katzen und könnt diese obendrein sehr putzig aber auch witzig gestalten. Mir ist öfter mal ein Schmunzeln untergekommen, da zum Teil sehr liebevolle Kreationen entwerfen kann. Wer im Übrigen mit der enormen Auswahl nicht zufrieden ist, der kann sämtliche Rassen der Hunde und Katzen auch miteinander kreuzen lassen. Beispiel gefällig? Ein Chow-Chow gemixt mit einem Dalmatiner? Kein Problem. Der Editor macht im Grunde für euch alles möglich!
Von „Kleidung“ bis hin zur Farbe des Fells könnt ihr wirklich alles mit den Tieren machen. Der Kreativität ist hier keine Grenzen gesetzt. Natürlich ist dies aber auch nicht jedermanns Sache. Aber ihr solltet wissen, dass auch im Tierbereich der Editor extrem „mächtig“ ist.

Das gleiche Problem wie beim Hauptspiel

Die handwerklichen Möglichkeiten sind groß, aber das große Problem war immer und ist auch jetzt noch die Steuerung an der Konsole. Dabei erinnere ich mich noch sehr gut an die PS3 Version von den Sims und da war diese um einiges einfacher und bequemer zu handhaben.
Die Menüführung ist extrem hakelig und umständlich und bereitet gerade dann Probleme, wenn man wieder aus der Übung gekommen ist oder gar die Sims 4 auf Konsole das erste Mal zockt. Wer seine Fellnasen zu Beginn im Anstrichmodus „lackieren“ möchte, der muss schon eine ordentliche Portion Geduld mitbringen!
Wie eure Sims auch haben die vierbeinigen Freunde eigene Merkmale (die ihr natürlich bestimmen könnt) und so formt ihr auch entsprechend den Charakter des Tieres. So hat wirklich jeder Fell Knoll seine eigenen Interessen, Stärken und Schwächen.
Eines kann ich euch an dieser Stelle aber nun endlich verraten: Der DLC ist auf jeden Fall sehr gelungen, trotz der miesen Steuerung. Es gab einfach so viele schöne Momente mit meinen Hunden und Katzen dass ich mich immer wieder dabei ertappe und die Sims spiele, obwohl ich im Moment kaum Zeit dafür habe.
Die Haustiere könnt ihr natürlich nicht selbst steuern. Im Laufe der Zeit entwickeln die sich von ganz selbst und führen ein entsprechendes Eigenleben. Je nachdem welche Merkmale ihr den Tieren gegeben habt, desto unterschiedlich reagieren sie. Ein abenteuerlicher Hund beispielsweise setzt sich gerne über die Heimat hinweg und buchst gerne aus. Gibt es aber zur bestimmten Zeit Futter, kommt dieser von ganz selbst wieder zurück – zumindest hatte ich noch nicht den Fall, dass mein Hund nicht mehr zurückgekommen ist. Der Saukerl! Buchst der mir einfach aus!
Wenn eure Katze beispielsweise verspielt ist kann es schon vorkommen, dass diese mehr Aufmerksamkeit benötigt als sonst und euch gerne mal ärgert. Gerade wenn ihr kochen wollt und am Kühlschrank eure Zutaten rausholen wollt, wird die Katze unter Umständen euch bei der Zubereitung abhalten!

Natürlich bringt der DLC auch neue Interaktionsmöglichkeiten mit sich. Diese sind ja quasi auch erforderlich, denn schließlich wollt ihr eure Haustiere ja auch mal Streicheln oder gar schimpfen können. Wichtigster Punkt dabei ist aber die Erziehung, denn ihr wollt natürlich nicht, dass eure Tiere ständig was kaputt machen oder gar Böse sind.

Nicht genug von Tieren?

Wenn ihr wirklich nicht genug von den Vierbeinern bekommt, könnt ihr im neuen DLC neue Berufe erkunden. Dabei könnt ihr beispielsweise Tierarzt werden oder gar eine eigene Tierklinik eröffnen. Hierfür müsst ihr zum neuen Ort Brindleton Bay wechseln und ein Grundstück kaufen und alles entsprechend vorbereiten. Natürlich könnt ihr aber alternativ eine fertige Klinik möbliert kaufen, allerdings braucht ihr dafür das entsprechende Kleingeld!
Wenn ihr später mal als Chefarzt tätig seid, könnt ihr eure eigenen Mitarbeiter einstellen und das komplette Ressourcen Management planen und durchführen. Natürlich kümmert ihr euch aber in erster Linie um die Kranken Tiere und behandelt diese entsprechend. Schließlich wollt ihr eure Kunden auch zufriedenstellen. So bietet die Sims 4 nicht nur eine Lebenssimulation, sondern auch einen kleinen aber durchaus feinen Managermodus!
Zum Schluss sei vielleicht noch erwähnt, dass natürlich auch zahlreich neue Gegenstände verfügbar sind. Diese sind natürlich auch bitter nötig, denn was soll beispielsweise eine Katze ohne ein Katzenklo? Die Konsequenz dabei möchte ich mir nicht ausmalen.

Fazit

Im ersten Moment muss man natürlich stark schlucken, wenn man den Preis von knapp 40 Euro für den DLC sehen muss. Allerdings muss man hier ganz klar sagen, dass sich die Entwickler wirklich reichlich Mühe gegeben haben, entsprechenden Content zu liefern. Dies ist auch komplett gelungen! Zwar ist die Steuerung extrem fummelig (nach wie vor), aber die Menge an neuen Features und Inhalten ist wirklich enorm. Unterm Strich sind die Haustiere auch extrem Liebenswert geworden und sorgen mit ihren unterschiedlichen Charakteren für Abwechslung und Spaß. Die Sims 4: Hunde und Katzen ist definitiv ein empfehlenswerter DLC für alle Sims Freunde!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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