Devil May Cry 5 Review

Reviews / Tests Action & Adventure
8.2

Sehr gut

Mit dem fünften Teil von Devil May Cry läutet Capcom erneut eine Dämonenschlacht ein. Wir haben zahlreiche Stunden mit dem Titel verbringen können und können euch verraten, wie gut die Schlachten auf PS4 und Xbox One geworden sind.
Devil May Cry 5 spricht besonders Experten an, macht wahnsinnig Spaß und bietet entsprechend Abwechslung. Das schon mal vorweg. Doch warum das so ist, werdet ihr in unserem Test lesen.

Devil May Cry 5 Gegner

In Devil May Cry 5 dürft ihr euch auf viele verschiedene und harte Gegner freuen

Devil May Cry 5 – Stärken des Genres werden genutzt!

Die Einwohner von Red Grave City werden in Angst und Schrecken versetzt. Helden werden benötigt und dieses Mal dürfen es direkt drei von ihnen sein. Doch sein wir mal ehrlich: Die Story ist nicht wirklich das Aushängeschild von Devil May Cry 5 für die PS4 und Xbox One. Vielmehr geht es darum, dass überhaupt etwas passiert. Quasi die Eintrittskarte für die Kämpfe und die waren bisher immer der Kaufgrund von einem Ableger dieser Serie. Schnelle, abwechslungsreiche und knallharte Action – das ist es was wir hier wollen! Dennoch ist es natürlich etwas schade, dass Capcom nicht versucht wenigstens ein bisschen Spannung in die Spiele zu bringen.

Der Auftakt des Spiels vermittelt zunächst einen anderen Eindruck. Immer wieder wird das Game für Zwischensequenzen unterbrochen. Ihr dürft zweimal zuschlagen – Pause – dreimal zuschlagen und wieder Pause. Doch das sollte euch auf keinen Fall abschrecken, denn wenn ihr beispielsweise mit einem ordentlichen Schwierigkeitsgrad zockt, dann seid ihr für kleinere Unterbrechungen froh! Habt ihr den Prolog von Devil May Cry 5 für PS4 und Xbox One hinter euch gebracht, dann startet ihr mit Neo auf Vollgas durch!
Kenner der Serie wissen übrigens, dass die Stärke des Protagonisten der rechte Arm ist. In Devil May Cry 5 hingegen bekommt ihr verschiedene „Arme“ im Laufe der Zeit und könnt somit verschiedene Fähigkeiten nutzen. Dies bringt Abwechslung ins Spiel und jeder Gamer kann seinen Spielstil etwas an sich anpassen. Doch Vorsicht, ihr müsst vor einer Mission entscheiden, welche Fähigkeiten in welcher Reihenfolge ihr nutzen wollt. Es ist nicht möglich, die Arme ständig nach seinen Wünschen auszuwählen bzw. anzupassen.

Fans von Devil May Cry zocken, um einen richtig guten Highscore abzusahnen. Umso besser ihr die Kombos macht, desto besser wird auch der Rang. Von D über A ist alles möglich! Solltet ihr sogar die Platin Trophäe anstreben, dann müsst ihr euch schon ordentlich ins Zeug legen. Letzteres ist aber unserer Meinung nach nicht machbar, da ihr neben die Ränge auch das Game im härtesten Modus abschließen müsst. Wenn euch hier ein Gegner einmal „berührt“ seid ihr Tod und ihr könnt nach nur wenige Leben komplett neu anfangen.
Devil May Cry 5 fordert also richtig, wenn ihr es denn so wollt. Natürlich ist es auf einfach auch zugänglicher, dennoch waren die Ableger schon immer Games, die ein gewisses Können voraussetzen und vor allem fordern, dass ihr euch mit Kampfmechaniken, Waffen, Kombos und allem drumherum beschäftigt. Einfaches Button-Mashing ist hier nicht erfolgsversprechend und das ist auch gut so!

Gewöhnt euch nicht an einen Charakter!

Kaum habt ihr die Moves und Eigenschaften von Nero verinnerlicht, geht es schon mit den nächsten Helden des Spiels weiter: Dem mysteriösen V. Dieser kämpft grundlegend anders als Nero und verlangt von euch erneute Arbeit, um die Spielmechaniken zu erlernen. Habt ihr dann die hälfte des Spiels bewältigt, kommt endlich ein altbekanntes Gesicht wieder: Dante! Das sorgt nicht nur erneut für frischen Wind, sondern auch für mächtig Power. Dante hat das beste und umfangreichste Angriffsrepertoire. Er kombiniert mit Schwert und Schusswaffen und Kampfhandschuhe quasi alles, was so im Spiel möglich ist. Dementsprechend umfangreich gestalten sich auch die Möglichkeiten, die ihr im Kampf einsetzen könnt.

Technisch bietet Devil May Cry 5 wirklich so einiges. Im Gegensatz zu den Vorgängern sehen die Monster und die Charaktere sehr detailliert aus. Die Effekte im Kampf glänzen von Power und Gewalt und auch so wirken die Umgebungen sehr gut inszeniert. Capcom hat sich hier sichtlich Mühe gegeben und wir sind wirklich sehr glücklich über das Resultat des Spiels. Der Umfang von knapp zehn bis zwölf Stunden geht in diesem Genre völlig in Ordnung. Gerade Veteranen dürfen lange beschäftigt sein, wenn sie wirklich alles erreichen wollen.
Das einzige größere technische Manko ist wohl die Kamera. Diese stellt gerade in stressigen Situationen eine kleinere Belastung dar und ist nicht optimal entwickelt worden!

Good

  • drei unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Mechaniken
  • interessante und fiese Monster
  • tolles und tiefes Kampfsystem
  • gute Technik

Bad

  • Story eher Mau
  • Kamera Probleme
  • Einstieg für Anfänger vielleicht zu Beginn schwer

Summary

Devil May Cry 5 bietet sehr viel Abwechslung und dürfte Fans der Serie aber auch Neulinge sehr glücklich machen. Die Freiheiten in Sachen Kampfsystem sind enorm hoch und motivieren allgemein dazu, hohe Highscores zu jagen. Besonders interessant ist, dass ihr drei völlig unterschiedliche Charaktere zu spielen habt. Jeder hat andere Stile und damit interessante Kampfmechaniken. Zwar haut die Story nicht um, aber dafür punktet Devil May Cry 5 für die PS4 und Xbox One sehr stark. Gute Arbeit, Capcom!
8.2

Sehr gut

Gameplay & Steuerung - 8.7
Grafik - 8.5
Sound - 8.2
Story & Inszenierung - 7.2
Spielspaß - 8.3