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Constructor HD im Test

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Wir hätten es fast schon selbst nicht mehr geglaubt, wenn wir es nicht gesehen und vor allem gespielt hätten. Constructor HD ist nun endlich für die Konsolen erschienen. Okay gut, das ist wohl auch nicht ganz wahr. Denn mittlerweile ist der Strategietitel seit Ende Mai erhältlich. Der Test kommt aber leider jetzt erst online, weil wir erst vor kurzem das Rezensionsexemplar erhalten haben. Doch wie sagt man so schön? Besser spät als nie! Hat sich die lange Wartezeit auf diesen Klassiker gelohnt? Wir haben die Antwort!

Constructor HD – eine Herzensangelegenheit

Für mich persönlich ist dieser Test doch ziemlich wichtig. Das liegt ganz einfach da dran, dass ich Constructor damals auf meinem alten Computer gespielt habe. Ich stand schon immer total drauf, wenn man irgendwo etwas bauen kann. Gerade die Zeit damals war von Strategietitel und Aufbauspiele geprägt. Aber eines der Besten war schon immer Constructor! Man baut eine Stadt auf, organisiert alles um zufriedene Mieter zu bekommen und zu guter Letzte hat man noch Kontrahenten auf der Map, die das gleiche ebenfalls vorhaben. Vor geraumer Zeit haben die Entwickler dann endlich den Remakte Constructor HD angekündigt und ich bin völlig aus dem Häuschen gewesen. Endlich wieder das gute alte Spiel auf einer aktuellen Konsole und mit aufgewerteten Grafiken. Was kann da noch schiefgehen?

Constructor HDWarum ist Constructor HD als „Bauspiel“ so besonders?

Constructor HD vereint neben dem klassischen Aufbauen einer eigenen Stadt viele tiefgehende Features, die euch so richtig auf Trapp halten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf eure Einwohner! Bevor ihr bauen könnt, müsst ihr ein Sägewerk errichte und eure verfügbaren Arbeitskräfte darauf mobilisieren, dass entsprechende Rohstoffe hergestellt werden. Erst dann könnt ihr die ersten (Holz-) Häuser errichten und Mieter der Klasse 1 einziehen lassen. Genau jetzt beginnt das Spiel und nimmt so richtig Fahrt auf. Denn mit dem Einzug eurer Mieter ist die Sache noch lange nicht erledigt! Habt beispielsweise die Hütte neben einem Sägewerk gebaut wo auch noch gearbeitet wird, dann werden sich die Einwohner entsprechend über den Lärm beschweren. Lässt man die Arbeiter aus dem Sägewerk für eine Zeitabziehen, ist das Problem erstmal erledigt. Aber bei den Kleinigkeiten bleibt es natürlich nicht! Die Mieter – egal welcher Klasse sie angehören – finden immer einen Grund um sich zu beschweren. Wenn der Gartenzaun nicht pflanzlich ist beispielsweise, oder wenn ihr nicht genügend Bäume ins das Grundstück gesetzt habt, oder eben auch wenn ihr das Haus und die Räume nicht auf aufgewertet habt! Egal wie „Assi“ die Menschen sind – und das können die wirklich sein, glaubt mir – keiner möchte beispielsweise in einem minderwertigen Schlafzimmer übernachten, oder? Ihr seht also, ihr müsst grundsätzlich schon mal darauf achten wie ihr die Häuser und Gärten erreichtet, aber auch wie ihr sie innen ausstattet. Es kann beispielsweise auch passieren, dass Kakerlaken euch belästigen werden, wenn ihr nicht sämtliche Badezimmer eines Grundstückes ordentlich aufwertet!
Während das gerade zu Beginn des Spiels noch witzig ist, kann das ab einer gewissen Zeit echt sehr nervig werden. Gefühlt haben die Mieter alle zwei Sekunden was zu meckern. Natürlich sollte man den Wünschen nachkommen, da man sonst ordentlich bestraft wird und die Lebensdauer der Bewohner auch noch sinkt. Mieter werdet ihr nämlich nie unendlich haben! Auch da müsst ihr euch selbst drum kümmern. Habt ihr ein Haus errichtet müsst ihr mit dem einziehenden Bewohner entscheiden, was sie produzieren sollen. Arbeiter, Mieter oder Geld. Alles ist wichtig und alles muss produziert werden. Ohne Moos ist bekanntlich nichts los, aber ohne neue Arbeiter oder Mieter könnt ihr natürlich nicht weiterspielen! Denn später gilt es auch mal eine Beton- oder Stahlfabrik zu unterhalten um entsprechend bessere Häuser errichten zu können. Und umso besser die Gebäude werden, umso höher müssen auch die Mieterstufen sein. Ja, man hat wirklich ordentlich zu tun und gerade zu Beginn, wenn man das Spiel noch nicht so intus hat! Nach einer gewissen Übung weiß man dann aber schon, welche Mieter sich über was potentiell beschweren können und man sorgt vor.

Es geht aber noch weiter – ihr habt Gegner!

Wem das Ganze aber noch nicht ausreicht, der kann natürlich auch Gegner mit ins Spiel nehmen. Die Konkurrenz ist je nach Schwierigkeit darauf fixiert, euch fertig zu machen. Aber keine Sorge, das könnt ihr natürlich genauso machen! Zur Verfügung stehen euch als „Waffen“ Hippies, eure Arbeiter oder echte Killer. Wollt ihr Beispielsweise Rohstoffe aus einer gegnerischen Fabrik klauen, müsst ihr einen Dieb Engagieren und auf den Gegner ansetzen. Aber auch der Hippie kann eine „lästige“ Sache für den Feind sein, denn dieser kann beispielsweise unbewohnte Häuser zerstören in dem er alles dreckig macht oder er schmeißt eine riesen Straßen Party und lenkt die gegnerischen Arbeiter ab. Das ist insofern praktisch, weil man dann beispielsweise ganz bequem die Gebäude erobern und verkaufen kann. Die Liste der miesen Tricks ist wirklich groß. Aber um ehrlich zu sein bin ich nie groß dazu gekommen, weil ich meistens mit den eigenen Mietern und den Häusern beschäftig war. Das ist aus meiner Sicht auch einer der großen Kritikpunkte an Constructor HD – es wird einfach zu hektisch und Chaotisch!

Was uns fehlt!

Selbst nach all den Jahren sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die mich heute ein bisschen stören. Die Motivation konnte wie auch schon damals nicht richtig oben gehalten werden. Die Entwickler hätten eine Art Kampagne implementieren sollen, damit man auch was zu tun hat. Zwar gibt es im Menü die Möglichkeit Aufträge zu spielen, allerdings sind die nach wie vor nicht freigeschaltet. Was soll das? Nach all der Entwicklungszeit ist das Game also immer noch nicht fertig?
Ferner ist der Beginn des Spiels immer das gleiche. Es macht einfach auf Dauer keinen Spaß mehr, ständig neu anzufangen und nach Schema F zu spielen. Warum hat man nicht auch zusätzliche Szenarien integriert? Zum Beispiel ein Szenario, wo man eine brennende Stadt wieder aufwerten oder andere gewisse Problem lösen muss. Schade!
Zwar ist die Bandbreite der Gebäude sehr vielfältig (sämtliche Häuser in allen Kategorien, aber auch Krankenhäuser oder ein Gefängnis kann gebaut werden), aber auch diese erreicht man immer nach demselben Prinzip. Hin und wieder ist es zwar lustig mit und gegen Freunde zu spielen, aber es wiederholt sich alles zu schnell!

Technisch ist das Spiel soweit ganz gut gemacht! Der Sound ist Klasse und manche Musikstücke auf den abwechslungsreichen Karten sind Klasse! Hier und da waren die Laufwege der KI nicht sehr optimal, aber über sowas kann man hinwegsehen!

Fazit

Constructor HD macht gerade zu Beginn sehr viel Spaß, vorausgesetzt ist aber, dass man sich einarbeitet! Denn es gibt sehr viele interessante und sinnvolle Mechaniken zu erlernen, die dem Spiel eine zusätzliche Tiefe verleihen! Jetzt kommt das Aber: Zu schnell hat man alles gesehen, es gibt keine Kampagne und nachdem alles mal gesehen hat verliert man sehr schnell die Motivation! Hinzukommt, dass selbst auf dem leichten Schwierigkeitsgrad ab einem gewissen Fortschritt des Spiels einfach alles zu hektisch und zum Teil absurd wird! Allerdings muss man auch sagen, dass dies Luxusprobleme sind. Schließlich haben wir unsere Platin Trophäe schon ergattert und entsprechend intensiv gespielt, sodass es jetzt einfach genug ist! Wer Aufbauspiele mit verrückten Ideen genauso schätzt wie wir, der kann ohne Bedenken zugreifen. Denn genauso sowas fehlte den Konsolen bisher!

 

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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