Cities: Skylines im Test

PS4 Reviews

Knapp zwei Jahre nachdem die Städteaufbau-Simulation Cities: Skylines für den PC erschienen ist und ein halbes nach Release der Xbox One-Fassung, dürfen sich nun auch PlayStation 4-Besitzer als virtueller Bürgermeister versuchen. Ob der Titel auch hier zu überzeugen weiß und inwiefern die Steuerung an den Controller angepasst werden konnte, soll der folgende Test klären.

Tolle Umsetzung

Aber mal ganz ehrlich, wen soll diese Einleitung denn an der Nase herumführen? Spätestens durch das Anschauen des eingebunden Launch-Trailers wird der ein oder andere gewiss mitbekommen haben, dass Citites: Skylines ein hervorragender Städtebau-Simulator ist. Und um die zweite Frage zu beantworten, die gestellt wurde: Ja, die Steuerung funktioniert auch auf den Konsolen ganz hervorragend. Klar, hier – und was potentiellen Mod-Support angeht – hat der PC mit Maus und Tastatur die Nase vorne, das wird sich auch nicht ändern.

Aber dank kleinerer Tweaks und Anpassungen (wie beispielsweise einer größeren Schriftart und gefühlt wahnsinnig schnell reagierenden Schaltflächen) wird auch der DualShock4 zum perfekten Stadtplaner. Zudem sind die vorhanden Knöpfe geradezu perfekt belegt, sodass es ein einfaches ist bestimmte Gebäude zu finden. Auch die Ansicht lässt sich so leicht ändern. Oder man sieht sich die Finanzen der Stadt an. Ein großes Lob geht also an die Entwickler, die so viele Variablen und Möglichkeiten so geschickt unterbringen konnten.

So viel zu tun

Und ganz ehrlich, die Controllerbelegung muss auch einfach so gut passen wie sie es tut, denn sonst würde Cities: Skylines nicht funktionieren. Hat man sich erst einmal ein Grundstück ausgesucht und sich Gedanken über den generellen Aufbau gemacht (Verrennt euch da nicht, denn Städte wachsen, bzw. wuchern mit der Zeit), müssen Straßen gebaut und Häuser errichtet werden. Außerdem muss man sich Gedanken über die Grundversorgung machen. Immerhin wollen die zukünftigen Bewohner eurer Traumstadt auch mit Strom und Gas versorgt werden. Glücklich ist der Bürgermeister, der bei der Wahl der Karte schon einen Blick auf die vorhandenen Ressourcen geworfen hat.

Dank eines hervorragenden Meilensteinsystems werden mit der Zeit immer neue Aufgaben, Bauobjekte und Herausforderungen freigeschaltet. So wird es einerseits niemals langweilig und andererseits wird es immer einfacher die Stadt profitabel zu halten.

Ja natürlich. Dachtet ihr die Städt trägt sich selbst und das Bauen von Straßen, Nachtclubs, Häfen, Polizeistationen und einem Straßenbahnsystem koste kein Geld? Ein großer Irrtum und tatsächlich die größte Hürde im Spiel. Denn gerade zu Beginn, bei geringer Bevölkerungsdichte gerät man schnell mal in eine Schuldenspirale, wenn man sich mit den Ausgaben verschätzt. Das erhöht natürlich den Schwierigskeitsgrad ungemein. Gerade Anfänger werden so schnell die Lust verlieren.

Ich bin in Bürgermeister!

Aber wer sich Gedanken macht und nicht ganz unbedacht an die Planung geht, der wird wahnsinnig viel Spaß haben. Aus der Distanz in die selbst aufgebaute Stadt hinein zu zoomen und das so nahe, dass man den Bürgersteig und das Gewusel aus der Nähe erkennen kann, ist ein beeindruckendes Gefühl. Zumal sich Design und Soundkulisse auch je nach Bezirk, in den man mittels Schultertasten eintaucht, unterscheiden. Denn logischerweise muss und kann man auch Bezirke bewusst erbauen. Unterschiedliche Häusertypen stehen hierfür zur Wahl. Und so bilden bellende Hunde und Rasenmäher der Wohngebiete natürlich einen starken Kontrast zum Lärm der fahrenden Autos, die man in stark befahrenen Gebieten hat. Ein tolles Detail, das die Immersion stark erhöht.

Und wo wir schon bei Kontrast sind: Hat man die Grundzüge verstanden, sollte man unbedingt auf die verschiedenen Farbschemata achten, durch die man sich Ingame klicken kann. Dadurch legt man einfach Filter über die Stadt, die einem dann bequem anzeigen, wo beispielsweise die Luftverschmutzung besonders hoch ist, die Menschen besonders unzufrieden sind und so weiter.

Es gibt noch zahlreiche weitere Funktionen und Features, die Cities: Skylines bietet, damit der Spieler sich wie der ultimative Bürgermeister fühlt, aber das würde den Rahmen dieses Tests einerseits sprengen und andererseits zu sehr in trockener Aufzählung enden.  Daher nur so viel: Jede Funktion ist nützlich, sinnvoll integriert und sorgt für noch mehr Spieltiefe. Für jeden Planer ein wahrgewordener Traum!

Zur Technik

Auch auf der Konsole sieht Cities: Skylines sehr gut aus. Gerade durch die vielen Details und das stufenlose Zoomen entfaltet der Titel eine tolle Wirkung. Noch nie sah eine Städtebau-Simulation so umwerfend aus! Leider gerät das Spiel manchmals ins Ruckeln, gerade des nachts und wenn man in allzu belebte Gebiete eintaucht. Ansonsten stören nachladende Tetuxen und ab und an Pop Ups das sonst sehr gute Gesamtbild.

Fazit zu Citites: Skylines

Im Fazit angekommen, frage ich mich nun doch, was ich an Cities: Skylines kritisieren könnte. Ja, das Spiel kann überfordern, aber nur wenn man sich nicht die Zeit nimmt. Spiele dieser Art erfordern eben Aufmerksamkeit und wollen nicht weniger als Stunden wie Sekunden vergehen zu lassen. Insofern kein richtiger Kritikpunkt, auch wenn der Fokus auf die finanziellen Aspekte gerade zu Beginn etwas hoch ausfällt.

Kritisieren könnte man bestenfalls, dass nicht alle DLCs enthalten sind, die für den PC bereits veröffentlicht wurden. Lediglich “After Dark” wurde hinzugefüght und sorgt für einen authentischen Tag-Nacht-Wechsel.

Ich für meinen Teil bin also fast wunschlos glücklich mit dem Titel und bereue es nicht zwei Jahre darauf gewartet haben zu müssen. Cities: Skylines ist der beste Aufbausimulator, den ich seit langer Zeit habe spielen können und das beste Spielgefühl seit Sim City 2000.

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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