Captain Toad: Treasure Tracker (3DS) im Test

Nintendo Nintendo Switch Reviews

Was mögen Pilze am liebsten? Na ganz offensichtlich Sterne und Juwelen. Zumindest wenn wir Nintendo glauben dürfen, die bereits im Jahr 2014 dafür sorgten, dass die aus den Super Mario-Spielen bekannten Toad und Toadette auf eine Wii U-Schatzssuche begaben. Wir haben uns für euch die neue Nintendo 3DS-Version des Puzzle-Abenteuers Captain Toad: Treasure Tracker angesehen und wollen im folgenden Test klären, ob sich der Titel auch heute noch lohnt.

Vom Minispiel zum Spin-Off

Die Karriere des Captain Toad begann übrigens eigentlich schon im Jahr 2013, wo seine Abenteuer eines kleine Randnotiz, sprich Minispiele in Super Mario 3D World waren. Da diese aber sowohl bei Fans als auch Kritikern so gut ankamen, entschied man sich bei Nintendo dazu den populären Pilzen ein eigenes Abenteuer zu spendieren. Nur ein Jahr später kam dementsprechend Captain Toad: Treasure Tracker für die Nintendo WiiU raus. Über den Misserfolg der Konsole brauchen wir an dieser Stelle nicht reden, auch wen die Bezeichnung vielleicht etwas harsch anmutet. So oder so darf aber festgehalten werden, dass das Spin-Off mit Toad und Toadette nicht die Aufmerksamkeit bekam, die es verdient hätte. Dessen ist sich auch der japanische Videospielriese bewusst und veröffentlicht den Titel jetzt, also 2018, nochmals. Aber diesmal sowohl für die Nintendo Switch als auch den Nintendo 3DS.

Und auch wenn die beiden Versionen weitestgehend inhaltsgleich sind, konnten wir nur die erwähnte Handheld-Version testen, weswegen sich alle folgenden Informationen alleine auf diese beziehen.

Sterne und Juwelen im Diorama

Wer das Original bereits kennt und durchgespielt hat, wird von dem neuesten Re-Release vermutlich enttäuscht sein. Denn prinzipell sind die Level gleich, auch wenn neue, an Super Mario Odyssey angelehnte, Bonus-Level auf den geneigten Schatzsucher warten. Natürlich bleibt auch spielerisch alles beim Alten.

Als Toad oder Toadette muss man sich durch 70 verschiedene Level rätseln. Dabei warten immer Monde oder Sterne darauf eingesammelt zu werden, um so die Welt abzuschließen. Weitere Herausforderungen, darunter versteckte Münzen und besondere Juwelen, sorgen dafür, dass es sich auch wirklich lohnt jeden Winkel der relativ kleinen Stages zu erkunden. Die Kristalle können auch das ein oder andere Mal dafür sorgen, dass man bereits abgeschlossene Welten nochmals spielen muss, da man an manchen Stellen des Spiels eine bestimmte Anzahl gesammelt haben muss, möchte man vorankommen.

Die Level selbst sind wie kleine eckige Dioraman aufgebaut. Aus der isometrischen Perspektive schaut man auf sie herab und kann die Kamera nach Belieben drehen. So lassen sich alle möglichen Geheimnisse aufdecken. Ohnehin ist das Drehen der Kamera genauso wichtig, wie alle anderen Spielmechaniken. Anders lassen sich die meisten Rätsel nämlich nicht lösen.

Hilfmittel und ein schwerer Rucksack

Da die beiden Schatzsucher in Captain Toad: Treasure Tracker mit einem besonders großen Rucksack ausgestattet sind, können sie nicht springen. Dementsprechend muss man Feinden im Normalfall eher ausweichen. Und auch Abgründe und andere Hindernisse lassen sich nicht so einfach umgehen, wie in den Super Mario-Spielen. Dafür warten zahlreiche Schalter- und Objekträtsel darauf gelöst zu werden. Das motiviert ungemein und macht richtig viel Spaß. Richtig harte Kopfnüsse findet man natürlich gerade zu Beginn nicht, aber gegen Ende steigt der Schwierigkeitsgrad durchaus an. Vor allem wenn man sich der in den Levels verstreuten Hilfmittel bedienen muss. Mit der Spitzhacke kann man so zeitweise Gestein aus dem Weg räumen, während man mit der Rübe – in klassischer Super Mario Bros. 2-Manier – seine Gegner bewerfen kann.

Für mehr Abwechslung sorgen dann Bonuslevel, wie zum Beispiel die Minen-Level, in denen man in einer Lore durch die Level befördert wird. So oder so, der Spaß kommt hier nicht zu kurz!

Grafik & Präsentation

Eines ist ganz klar: Alleine vom Design ist Captain Toad: Treasure Tracker eine Wucht – Egal auf welcher Plattform. Die Level sind allesamt wunderbar liebevoll designt und verspielt. Sie stecken voller Details und versteckter Anspielungen. Das Figurendesign samt dazugehöriger Animationen ist auf dem typischen Nintendo-Niveau. Hier gibt es nichts zu meckern!

Grafisch muss man natürlich gerade auf dem 3DS Abstriche machen, handelt es sich doch um ein technisch überholtes Gerät. Die Auflösung ist nicht unbedingt die beste und manchmal kann einem das Kanetenflimmern durchaus negativ auffallen. Allerdigs stört das alles auch nur, wenn man kurz vorher noch auf einer anderen Konsole oder dem TV gespielt hat. Ansonsten fallen einem diese kleineren Mängel wahrscheinlich gar nicht auf.

Ein Vorteil der 3DS-Version existiert übrigens auch. Und zwar der 3D-Modus als solcher. Ist dieser aktiviert, kann man die kleinen Stages in schönem und scharfem 3D genießen. Dadurch wirken die Welten nochmals besser und einige Rätsel lassen sich dadurch sogar leichter lösen.

Fazit

Da ich bisher nur die Version des Mini-Spiels aus Super Mario 3D World kannte, konnte mich Captain Toad: Treasure Tracker für den 3DS absolut überzeugen. Es ist schon lange her, seit den handheld ich das letzte mal eingeschaltet hatte, aber ich habe keine Sekunde bereut. Das Puzzle-Adventure, in dem ausnahmsweise mal die Pilze Toad und Toadette im Vorgergrund stehen, ist ein toll gelungener Rätselspaß. Da stören auch die niedrigere Auflösung und kleinere Probleme mit der manuellen Einstellung der Kamera nicht. Denn der Rest ist absolut liebevoll gestaltet und abwechlungs- sowie umfangreich genug, um auch längere Zeit begeistern zu können.

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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