Call of Duty Vanguard Review

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8.7

Sehr gut

Mit Call of Duty Vanguard leutet Activision die Shooter-Saison für den zweiten Weltkrieg erneut ein. Für mich persönlich ist das eines meiner Lieblingsthemen, da ich mit Zukunftsshooter schlicht und einfach nicht so viel anfangen kann.
Ich habe in den letzten Tagen Vanguard sehr intensiv mit meinen Freunden gezockt und kann euch für uns schon mal sagen: Wir hätten gerne mehr! Warum das Spiel bei uns gut ankommt und vor allem was dieses Call of Duty anders macht, erfährt ihr in diesem kleinen Test.

Call of Duty Vanguard – Hohe Erwartungen

Für dieses Jahr hatte ich bereits im Vorfeld schon sehr hohe Erwartungen an das neue Call of Duty. Das liegt daran, weil mich die letzten Teile wirklich stark begeistert hatten. Gerade Cold War fand ich wirklich durch und durch klasse. Kampagne, Multiplayer und vor allem auch der Zombie Modus konnten mich überzeugen.
Aber gut, dieses Jahr sollte ich von Vanguard sprechen. Am Release Wochenende haben meine Freunde und ich direkt den Multiplayer Modus gestartet.
Dieser ist aus meiner Sicht wieder sehr gut geworden. Ihr könnt allerhand selbst einstellen – gerade was Waffen und deren Slots betrifft. Doof fanden wir nur (nichts gegen Frauen), dass wir zu Beginn eine Frau spielen mussten.
Ich bin halt doch ein Mann, der auch einen Mann spielen möchte. Gleichermaßen sollte eine Frau auch eine Frau spielen dürfen, wenn sie das möchte. Das hat zwar keine Auswirkungen auf das Gameplay, aber es störte uns eben.

Die Matches und vor allem die Spielvarianten ähneln wieder den Vorgänger. Allerdings haben die Entwickler direkt zum Start weg eine fette Anzahl an Maps integriert. Da dürfte für jedermann was dabei sein: Von großen Wüsten bis hin zu einem kleinen Haus (das wohl von der Action her Nuketown nachempfunden ist) dürfte sich jeder freuen.
Besonders auffällig war, dass in diesem Call of Duty sehr viele Camper und Sniper unterwegs sind. Das hat bei den großen Maps zuweilen für etwas Frust gesorgt. Dennoch finde ich die neuen Maps Klasse!

Nach und nach steigt ihr im Rang auf und schaltet so neue Gimmicks wie Perks oder Waffenzusätze frei. Im Multiplayer Modus (wie auch im Zombie Modus) entscheidet ihr mit welchem Charakter ihr spielen wollt und levelt diesen ebenfalls auf. Geknüpft mit Herausforderungen bekommt ihr entsprechend Bonuspunkte und steigt so schneller im Rang auf.
Ich freue mich auf weitere Matches im Onlinemodus, denn dieser ist wirklich sehr gelungen.

Zombie Modus

Ich habe im Internet schon gelesen, dass viele vom Zombie Modus enttäuscht sind. Ich kann das auch gut verstehen, denn dieses Mal haben die Entwickler auf Eastereggs und großen verwinkelten Karten verzichtet. Stattdessen seid ihr immer auf einer mittelgroßen Hauptmap und teleportiert euch von dort aus in verschiedenen Missionen. Soweit ich richtig liege, gibt es nur drei verschiedene Arten von Missionen: Stellung für eine gewisse Zeit lang halten, eine Kugel ans Ziel zu führen, Zombies töten und Relikte einsammeln und an einen Kristall abzuliefern.
Nach und nach schaltet ihr Geld frei und könnt euch an fünf verschiedene Brunnen Boni kaufen, um euch zu stärken.
Die Runden selbst sind eigentlich immer in den Missionen, während ihr danach wieder in die Hauptmap zurückkehrt und von dort aus relaxen könnt. Dort tauchen zwar immer wieder Zombies auf, doch die Anzahl ist begrenzt. Hat den Vorteil: Zwischen den Missionen kann jeder mal auf die Toilette gehen, was zu trinken holen oder einfach mal pausieren. Das ging bei den Vorgängern ja nicht.

Ich persönlich hatte viel Freude mit dem Zombie Modus und auch meine Freunde hatten sehr viel Spaß daran. Dennoch fehlt einiges. Aus Trophäen Sicht ist es sicherlich die einfachste Zombie Version, um die beliebte Platin Trophäe zu ergattern. Spielerisch hätte ich auch lieber ein Easteregg gehabt, in der meine Freunde und ich richtig arbeiten hätten müssen.

Die Kampagne

Bisher habe ich die Kampagne ehrlicherweise noch nicht durchgespielt. Dennoch habe ich schon einen gewissen Fortschritt und bin mir sicher, dass diese zu den besten überhaupt der Call of Duty Geschichte gehört.
Es ist ein auf und ab mit Action, Gefühle und Spannung. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, aber allein schon die verschiedenen Schauplätze sind sehr gut geworden. Ihr werdet brachiale Action erleben, werdet von Hunden gejagt, müsst schleichen und dürft natürlich auch Hand an einer Sniper anlegen. Die Kampagne ist in neun Missionen aufgeteilt, die je nach Schwierigkeitsgrad ca. 25 Minuten dauern.
In meinem Umkreis hörte ich sogar schon, dass meine Freunde die Kampagne nochmal spielen wollen, weil sie so klasse war. Ich finde die ersten Missionen bisher auch schon sehr gelungen!

Technisch bewegt sich Call of Duty Vanguard auf einem hohen Niveau. Allerdings bin ich mir sicher, dass gerade die PS5 Version noch mehr Power verkraften könnte. Andere Genre Kollegen wie Dice mit Battlefield machen es ja vor, was man aus einer Konsole kitzeln kann. Allerdings ist das jetzt Meckern auf hohem Niveau!

Good

  • starke Kampagne
  • Multiplayer Modus rockt und motiviert
  • viel freizuschalten
  • Guter Waffensound (und Feeling)

Bad

  • Zombie Modus ohne Easteregg
  • zu viele Sniper und Camper auf den Maps :(

Summary

Call of Duty Vanguard zeigt mit einer brachialen und sehr guten Kampagne was der zweite Weltkrieg selbst nach mehreren Ablegern noch zu bieten hat. Außerdem ist der Multiplayer Modus wieder sehr gelungen! Einzig der Zombie Modus schwächelt mit mangelnden Easter Egg und starker Vereinfachung. Trotzdem muss ich sagen, dass nach dem genialen Cold War weiterhin ein grandioses Call of Duty erschienen ist. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen!
8.7

Sehr gut

Gameplay & Steuerung - 8.9
Grafik - 8.5
Sound - 8.5
Story & Inszenierung - 9
Spielspaß - 8.7