Assassins Creed: Odyssey im Test

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Nachdem Assassins Creed eine dringende Auszeit hinter sich hatte und letztes Jahr mit Origins rundumerneuert erschienen ist, ließ der Nachfolger in diesem Jahr nicht lange auf sich warten. Assassins Creed: Odyssey heißt der aktuelle Ableger und wirkt auf dem ersten Blick trotz antikem Griechenland ziemlich Identisch wie Origins.
Warum aber Odyssey eines der wohl besten Assassins Creed Teile für Konsole geworden ist und ihr euch das nicht entgehen lassen solltet, erkläre ich euch in diesem Test.

Alles gute kommt von oben

 

Assassins Creed: Odyssey – Du entscheidest den Verlauf der Story!

Die Geschichte in Assassins Creed: Odyssey wird zeitlich nochmal nach hinten gespult. Ihr spielt im antiken Griechenland noch vor den Geschehnissen in Origins (Ägypten). Assassinen und Templer gibt es zu dieser Zeit natürlich noch nicht, aber Fans der Serie müssen sich deshalb nicht sorgen! Die Story macht Sinn und legt den Grundstein für die weiteren Teile, die wir bereits gespielt haben.

Die erste Neuerung fällt direkt nach dem Spielstart ins Auge: Ihr könnt selbst entscheiden, ob ihr lieber eine Söldnerin oder einen Söldner spielen wollt. Spielerisch hat das keine Auswirkung, allerdings ist der Aufwand seitens Ubisoft bewundernswert, weil alle Dialoge jeweils für Frau und Mann synchronisiert werden mussten. Hut ab dafür!

Die Geschichte spielt im 5. Jahrhundert v. Chr. während des Krieges zwischen Athen und Sparta. Fans der Filme wie 300 kommen alleine schon deshalb voll und ganz auf ihre Kosten! Überall im Land gibt es Konflikte und Probleme und Athen steht seit Wochen unter Belagerung der spartanischen Armee.
Natürlich werdet ihr euch mit eurem Protagonisten sinngemäß in die Kämpfe einmischen. Aber nicht, weil ihr Ruhm für euch erhalten wollt, sondern weil es um Familien Probleme geht. Einst wurdet ihr von eurem Vater verstoßen macht ihr euch auf den Weg die Hintergründe und die Wahrheit zu erfahren. Ich persönlich fand die Charaktere (Hippokrates, Sokrates) interessanter zu sehen als die Geschichte selbst. Allerdings möchte ich das gar nicht negativ bewerten. Das „Problem“ an Assassins Creed Odyssey ist einfach, dass es von jeder Art sehr viel bietet: Story, Epochenrelevante und vor allem glaubwürdige Inhalte (Personen, Orte, Mythen und Götter) und ein wahnsinnig gutes Gameplay (komme ich später noch zu sprechen).
Selbst in der Geschichte habt ihr die Möglichkeit, diese beeinflussen zu können. Es ist euch überlassen, ob ihr bestimmte Charaktere tötet oder verschont, was ihr den Questgebern und NPCs antwortet und wie ihr auf euer Umfeld wirkt. Das Spiel bietet euch während der Dialoge eigentlich immer die Möglichkeit, aus mehreren Antworten zu wählen. Dadurch verändert sich auch der Verlauf der Story entsprechend!

Eine wahnsinnige Idylle! In Assassins Creed Odyssey sind die Kulissen traumhaft!
Die Spielwelt

Ubisoft hat in Assassins Creed: Odyssey eine gigantische Karte erstellt. Diese übertrifft sogar Origins bei weitem. Allerdings erstmal nur was die Zahlen betrifft, denn ein großteil der Map besteht aus Wasser, Land und Bergen. Dennoch ist es wirklich gewaltig was das französische Entwicklerstudio hier auf die Playstation 4 bzw. Xbox One gezaubert haben!
Ich habe zwar von Kollegen gehört, dass die Welt ein bisschen zu groß sei, aber aus meiner Sicht ist das völlig okay so! Ihr könnt die großen Gewässer mit eurem Schiff überqueren, habt Schnellreisepunkte und viele schöne und große Gebiete zu erkunden!

Wie ich es gerade schon angemerkt hatte, sind die Schiffe und damit die Seeschlachten wieder enthalten. Erstmals wurden die in Assassins Creed 4: Black Flag eingeführt. Im Grunde ist die Mechanik auch die gleiche geblieben, nur dass ihr statt Kanonen nun mit Pfeilen und Speeren schießt. Der Stellenwert im Vergleich zu Black Flag ist aber deutlich geringer, so dass ihr dieses Feature wieder als Boni ansehen könnt. Nichtsdestotrotz könnt ihr euer Schiff aufwerten, euch um die Mannschaft kümmern (neue Anheuern beispielsweise) und feindliche Schiffe angreifen und kentern. Durch das Sammeln von Rohstoffen und Geld könnt ihr noch weitere Gimmicks und Verbesserungen freischalten.

Was bietet Assassins Creed: Odyssey gegenüber Origins aber neues? Wirklich neues? Denn die Mechanik und das „Layout“ sieht bis auf das Herkunftsland identisch aus. Selbst wenn ihr die ersten Minuten im Spiel mit dem Kampfsystem verbringt werdet ihr parallelen entdecken. Deswegen möchte ich hier die Neuerungen beleuchten, denn Odyssey bietet weitaus mehr!
Generell kann ich sagen, dass der aktuelle Ableger viele Rollenspielelemente bekommen hat. Ihr könnt nach und nach komplett neue Fähigkeiten erlernen und diese auch verbessern. Beispielsweise könnt ihr eure Waffe für mehrere Sekunden mit einem Feuerzauber „buffen“, könnt spezielle Angriffsmöglichkeiten nutzen oder euch heilen. Diese Fähigkeiten müsst ihr selbst auf einen der vier Haupttasten legen und könnt diese mit Hilfe der linken Schultertaste abrufen. Damit kann Odyssey weitaus mehr als nur Blocken, Kontern oder gar Angreifen. Ihr könnt nun auf komplett diverse Fähigkeiten zurückgreifen und das macht wirklich Laune!
Damit ihr diese einsetzen könnt, muss eure Ausdauer entsprechend aufgeladen sein. Dafür müsst ihr Gegner ausweichen bzw. angreifen.
Schilde könnt ihr leider (nachvollziehbar ist das für mich nicht) nicht mehr benutzen. Stattdessen rüstet ihr wieder wie gewohnt diverse Waffen(arten) aus und kümmert euch um eine ordentliche Rüstung! Auch euer Pferd könnt ihr wieder entsprechend mit Rüstung versorgen und verbessern. Achja, habe ich doch glatt vergessen zu erwähnen. Ja, das Pferd ist wieder mit an Bord! Ebenso der Vogel, den ihr für das Erkunden und entdecken von Gebieten in Origins benutzt habt.

Technik

Technisch gesehen ist Assassins Creed: Odyssey sehr gut geworden. Wie auch schon in Origins sind die Farben prächtig und schön geworden. Selbst die Kulisse im antiken Griechenland ist wirklich atemberaubend und es gibt nichts zu meckern.
Die Synchronsprecher machen ebenfalls einen grandiosen Eindruck! Damit ist Odyssey wirklich eines der schönsten Spiele!

Fazit

Assassins Creed: Odyssey ist definitiv der beste Ableger seiner Serie. Das liegt vor allem da dran, dass das Gameplay einwandfrei funktioniert, die Welt riesig ist und es sehr viel zu entdecken gibt. Der Ursprung der Assassinen wird nochmal näher beleuchtet, was mir auch sehr gut gefallen hat. Natürlich bleibt mein Herz ganz klar beim zweiten Teil und bei Brotherhood. Aber Odyssey auf Playstation 4 und Xbox One konnte mich sehr stark fesseln und genau das soll ein Spiel auch machen! Hier hat Ubisoft eine Meisterleistung gemacht! Ein episches Abenteuer, mehr muss man dazu nicht sagen!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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