Agents of Mayhem im Test

PS4 Reviews Xbox One

Volition meldet sich zu Wort und hat vor kurzem Agents of Mayhem auf den Markt gebracht. Unter uns Zocker sind die Entwickler durchaus bekannt, da diese sich zuletzt für alle Saints Row Teile verantwortlich gemacht haben. Dieses Mal allerdings wollten die Damen und Herren einen neuen Weg bestreiten ohne aber die Wurzeln zu verleugnen. Wir haben Agents of Mayhem nach der Gamescom ordentlich getestet und können euch verraten, ob das Game überzeugen konnte.

Agents of Mayhem – Deine Agenten im Kampf gegen das Böse

Statt Bösewichte zu spielen, müssen wir nun mit zwölf verschiedenen Agenten die Welt retten. Dabei setzen die Schurken auf vernichtende Waffen der Unterwelt und es gibt wohl nichts, was man ihnen entgegensetzen könnte. So sollt ihr euch Dr. Babylon stellen, dem Kopf hinter der fiesen Bande. Wirklich mehr gibt es an dieser Stelle aber auch nicht zu erzählen. Klingt nicht sonderlich spannend, ist es aber auch nicht um ehrlich zu sein. Bevor ihr allerdings auf alle zwölf Agenten zugreifen könnt, vergeht ein bisschen Zeit. Zu Beginn des Spiels könnt ihr drei Helden spielen, die sich auch per Knopfdruck auswechseln lassen. Als Schauplatz haben die Entwickler die südkoreanische Stadt Seoul gewählt, die ihr auch frei erkunden könnt. Habt ihr also mal keine Hauptmission auf dem Schirm und wollt etwas Anderes machen, bieten sich zahlreiche Nebenmissionen an. Diese sind recht unterschiedlich ausgefallen: So müsst ihr beispielsweise Geiseln retten oder den Nachschub der Gegner zerstören. Das Ganze erinnert von den Mechaniken sehr natürlich sehr stark an Saints Row, was durchaus positiv zu werten ist. Um neue Schnellreisepunkte klarzumachen, müsst ihr eine fremde Basis säubern und einnehmen. Volition bedient sich dabei an bekannte Elemente um ein bisschen Abwechslung einzubringen.

Damit ihr neue Agents bekommt und euch stärken könnt, müsst ihr stets eure Einnahmen verbessern. Gerade für die kommenden Bosskämpfe ist das natürlich sinnvoll. Im Übrigen bilden diese Fights das Highlight in Agents of Mayhem. Alleine schon die Art und Weise wie diese gestaltet wurden bieten Unterhaltung erster Klasse! Die Kämpfe an sich bestehen dabei aus mehreren unterschiedlichen Phasen, in denen sogar die Mitglieder in eurem Team entscheiden dazu beitragen können. Diese haben nämlich unterschiedliche Fähigkeiten und Waffen. Während der eine sich mit seiner Pumpgun eher für Nahkampf eignet, kann der andere mit Hilfe seiner Minigun ordentlich Fernkampf Schaden austeilen. Auch „Mayhem“ Fähigkeiten sind sehr unterschiedlich. Diese könnt ihr als Spezialattacke des jeweiligen Agenten und ansehen und lässt sich einer bestimmten Zeit aktivieren. Diese sind auch sehr unterschiedlich und wurden seitens der Entwickler kreativ eingebaut. Durch das Level-System steigen die Agenten nach und nach auf und ihr dürft zu jederzeit neue Skillpunkte verteilen. Das steigert natürlich die Motivation, weil man quasi nach jeder erfolgreichen Aktion belohnt wird.

Schnelle Action ohne Deckung

Agents of Mayhem spielt sich tatsächlich sehr ähnlich wie die bekannte Saints Row Reihe. Eine richtige Deckung gibt es quasi gar nicht. Je nachdem welche Waffe euer Agent unterstützt ballert ihr relativ Stumpfsinnig auf die zahlreichen Gegner ein. Im Gegensatz zu den Bosskämpfen wirken diese halt eher Lasch und sind mehr oder weniger als Kanonenfutter anzusehen. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass man gerade durch diese „einfache“ Actionkost sehr viel Spaß hatte. Ab und an braucht man das einfach. Gerade zu Beginn ist das völlig in Ordnung, später aber wird es dann doch etwas eintönig.

Apropos Eintönig: Es ist schade, dass die Stadt abseits der immer gleichen Nebenmissionen nichts bietet. Zu schnell kommt das Gefühl auf, alles schon gesehen zu haben. Volition hätte da bestimmt mehr einbauen können, denn die Welt selbst zu erkunden macht im Grunde nicht viel Spaß. Macht man keine Hauptmission, versucht man eine der zahlreichen Nebenmissionen zu machen und gut ist. Bei Saints Row war damals sogar noch mehr zu entdecken. Erinnert ihr euch an die rosa Hasen, die mit dem Moped rumgefahren sind? Wie oft musste man dort lachen? Wie oft hat man versucht wieder einen zu entdecken? So hat Agents of Mayhem abseits der Story doch ein bisschen weniger an Flair und Humor zu bieten, was wir sehr schade finden!

Technik

Grundsätzlich kann man in Agents of Mayhem keinen Schwierigkeitsgrad einstellen. Für geübte Spieler ist das Game also nicht wirklich eine Herausforderung. Wenn man allerdings weiter im Spiel voranschreitet, schaltet man neue Optionen frei und man kann dann selbst justieren, wie schwer eine einzelne Mission gestaltet werden soll. Wer natürlich auf einem hohen Schwierigkeitsgrad etwas abschließt, bekommt entsprechend viel Belohnungen!

Die Grafik setzt wieder auf einen Comic Stil, was grundsätzlich ganz nett geworden ist. Allerdings reizt Volition die Konsole immer noch nicht richtig aus, da wäre sicherlich mehr drin gewesen. Zwar sehen die Figuren und die Effekte durchaus gut aus, aber es wirkt trotzdem irgendwie alles relativ unscharf! Dies wird aber mit den tollen Soundeffekten wieder ausgeglichen. Die Ohren können sich bei Agents of Mayhem keinesfalls beschweren. Die Stimmen sind im Übrigen englisch gesprochen, ihr habt nur deutsche Untertitel. Dies war allerdings bei den Vorgängern auch schon so und ist schließlich auch ganz normal.

Fazit

Agents of Mayhem bietet gewohnte Kost, die man von Volition so schätzt: Witzige Charaktere, abgedrehtes Gameplay und Spaß! Auch wenn die Stadt nicht viel Abwechslung bietet und man schnell das Gefühl hat, alles gesehen zu haben,               hat man besonders während der Hauptmissionen extrem viel Spaß. Natürlich sind die Nebenmissionen auch sehr Unterhaltsam, aber unterm Strich fehlt dem Spiel noch das gewisse etwas. Man hat schlichtweg keinen Erkundungsdrang wie noch bei den Vorgängern. Die Agenten besitzen interessante Fähigkeiten und durch das Level System ist man stets motiviert, Belohnungen zu erspielen. Kurzum: Agents of Mayhem ist mehr als solide, für einen großen Hit reicht es allerdings nicht!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*