A Way Out im Test

PS4 Reviews Xbox One

Endlich ist das Koop-Spiel A Way Out aus dem Hause EA erhältlich! Bereits im Vorfeld habe ich bewusst auf Gameplay Videos verzichtet um einfach zu sehen, wie das Game auf mich wirken wird. Gemeinsam mit einem Kollegen einer anderen Redaktion haben wir A Way Out komplett durchgespielt.
Ich kann euch garantieren, dass dieses Spiel wirklich mehr bietet als nur einfache Gameplay-Mechaniken. Noch immer bin ich sehr positiv geflasht darüber! Lest in meinem Test, warum ihr euch A Way Out unbedingt einmal genauer ansehen solltet!

A Way Out – ein reiner Koop-Titel

Das Spielprinzip von A Way Out ist eigentlich sehr einfach erklärt. Jeweils ein Spieler (lokal, oder online) sucht sich einen der Protagonisten aus (Vincent oder Leo) und schon geht es los. Nachdem ihr euch im Knast eher zufällig kennenlernt ist die Sache auch schnell klar: Ihr wollt gemeinsam aus dem Gefängnis ausbrechen und darüber hinaus noch ein paar offene Rechnungen begleichen.
A Way Out macht dabei aber eines klar: Es ist ein reines Koop-Spiel. Ihr könnt es nicht alleine spielen, sondern müsst wirklich einen Kumpel bei euch haben oder eben mit diesen online zocken. Das Konzept geht dabei voll und ganz auf, weil das Game mit einer KI aus meiner Sicht nicht spielbar wäre.
Um ehrlich zu sein fand ich A Way Out zu Beginn einfach nur gut. Die Mechaniken waren eigentlich relativ simpel und schnell durchschaut: Der eine Spieler lenkt die Wache ab, während der andere versucht an einen Gegenstand zu kommen.
Allerdings wechselt sich dabei die Art und Weise was man gemeinsam tun muss stetig ab! An dieser Stelle möchte ich euch ein paar Beispiele aufzeigen, was ihr denn so in Koop machen müsst: Während ihr in der Zelle euer Klo abschraubt um dahinter einen Weg freizulegen, hält der andere Spieler Wache und gibt euch rechtzeitig bescheid, falls ein Wärter auftaucht. Diesen könnt ihr natürlich auch ablenken, sodass der andere Spieler weiterschrauben kann.
Ein anderes Mal müsst ihr während einer Zellenuntersuchung schnell ein Werkzeug an die Nebenzelle (an euren Partner) weitergeben, damit er diese versteckt.
An einen ruhigen Moment außerhalb des Gefängnisses repariert ihr beispielsweise ein Auto und müsst dort ebenfalls abwechselnd miteinander harmonieren.

Die Aufgaben sind dabei immer relativ einfach und schnell durchschaut. Das sorgt aber auch dafür, dass ihr stets motiviert seid weiterzumachen. Hier und da hätte ich mir aber etwas mehr gewünscht. Das einzige Problem an A Way Out ist aus meiner Sicht, dass es im Grunde bei den „Rätsel“ immer nur eine Lösung gibt.
Zwar kann man offensichtlich – und gerade zum Ende hin – die Story beeinflussen, aber ein wirklich sehr hoher Wiederspielwert ergibt sich dadurch nicht.
Viele Genres in einem vereint
Zu Beginn von A Way Out dachten wir eigentlich, dass es sich um eine erweiterte Version eines Telltale-Games handelt. Hier haben ich und mein Kollege allerdings sehr weitgefehlt. Habt ihr erst einmal das Gefängnis verlassen, wandelt das Spiel sich in vielen verschiedenen Perspektiven um. Ihr müsst von Wachen fliehen, euch wegschleichen oder diese eben leise Töten!
Ihr müsst einen flüchtenden Gegner in die Enge treiben und dabei euch wirklich absprechen und ihr ballert euch mit einer Waffe eurer Wahl durch eine Villa.
So zeigen die Entwickler, dass A Way Out durchaus viele und vor allem abwechslungsreiche Facetten zu bieten hat.
Besonders schön finde ich, dass ihr neben der Story auch tatsächlich viele kleine Nebenbeschäftigungen finden könnt. Ihr könnt in einem Haus wo ihr flüchtet am Klavier spielen, ihr könnt Hufeisen werfen zocken, Baseball spielen oder an einem Videospielautomaten gegeneinander antreten. Dabei ist jedes dieser Nebenaktivitäten so geschnürt, dass ihr es direkt mit eurem Koop-Partner zocken könnt. Das wertet das Spiel ungemein auf!

Am Ende nochmal die krasse Überraschung

Natürlich werde ich hier alles andere tun als euch irgendetwas zu verraten. Deswegen habe ich mich auch komplett aus der Story gerade rausgehalten. Eines möchte ich euch bei diesem Spiel aber noch sagen: Das Ende hat nochmal so richtig gesessen!
A Way Out hat hier nochmal einen großen Überraschungseffekt reingezaubert und so manche Dinge geändert, die das Spiel ja fast schon einzigartig macht. Leider kann ich wirklich auf diese Mechanik nicht genauer eingehen, weil sonst würde ich euch viel von der Spannung nehmen. Aber das war nochmal ein Moment für mich wo ich mir sicher war, dass dieses Spiel ein kurzes, aber tolles Meisterwerk geworden ist!
Technisch ist A Way Out durchaus sehr ansehnlich. Die Umgebungen wirken extrem schön, gut beleuchtet und vor allem sehr knackig. Nur die Charaktere selbst wirken stark veraltet und etwas aus Plastik.
Die musikalische Untermalung samt Soundeffekte ist ebenfalls grandiose geworden.
A Way Out haben wir in Koop und in aller Gemütlichkeit in etwas über fünf Stunden durchgespielt. Das mag zwar für den einen wenig klingen, aber ihr dürft nicht vergessen, dass der Titel auch „nur“ die hälfte kostet. Diese fünf Stunden habe ich sehr genossen und da ich bei A Way Out meine Platin Trophäe haben möchte, werde ich es extrem gerne noch einmal durchspielen!

Fazit

Ich habe A Way Out komplett unterschätzt. Die Charaktere, die Story, die Emotionen und vor allem das Koop-Gameplay haben mich komplett gefesselt. Es gab sehr viele Momente an denen ich einfach überrascht und gleichzeitig glücklich war. Es bietet wirklich unglaublich viel, auch wenn die Kampagne relativ kurz ist.
Ich kann A Way Out wirklich ruhigen Gewissens empfehlen! Beachtet aber, dass es wirklich nur Koop gespielt werden kann! Solospieler gucken natürlich leer aus der Röhre. Aber ganz ehrlich: Dieser Titel muss so gespielt werden! Ich hatte beste Unterhaltung bei diesem Spiel!

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*