8 Bit Armies im Test

PS4 Reviews

Endlich gibt es 8 Bit Armies für unsere Playstation 4 bzw. Xbox One. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich auf diesen Strategietitel auf Konsole gefreut habe. Gerade als Anhänger der alten Command and Conquer Serie ging mir in Richtung Nostalgie wirklich das Herz auf.
Ich habe das Spiel intensiv für euch getestet und verrate euch, ob und vor allem warum sich 8 Bit Armies auf Konsole lohnt!

Endlich wieder klassische RTS auf Konsole!

Erinnert ihr euch vielleicht auch noch an die grandiose Zeit mit Command and Conquer? Idealerweise an den ersten Teil und dem guten Soundtrack von Frank Klepacki? Das geht sogar so weit, dass ich die musikalischen Stücke in meinem Auto drinnen habe.
Die gute Nachricht schon mal vorweg: Frank Klepacki und einige alte Westwood Entwickler hatten ihre Finger in diesem Spiel. Für mich war also klar, dass ich einen Test zu 8 Bit Armies liefern muss. Leider trübt mich auch ein wenig die Sorge, dass das Game in der Menge aller erscheinender AAA-Titel untergeht.
Seid doch mal ehrlich, habt ihr von 8 Bit Armies schon was gehört? Wusstet ihr, dass das Game für Playstation 4 und Xbox One mittlerweile erschienen ist? Na dann haltet euch mal fest:
Ja es ist wirklich so, 8 Bit Armies lässt sich genauso wie Command and Conquer spielen. Dennoch möchte ich keinen direkten Vergleich ziehen, denn dafür ist selbst dieser Ableger zu einfach gestrickt als dass das Game es wirklich mit C&C aufnehmen könnte.
Vorbei ist allerdings die Wartezeit. Endlich dürfen wir wieder eine Raffinerie bauen und einen Sammler beim „Kohle machen“ beobachten. Cyborgs ausbilden und dann mit diesen über die unentdeckte Karte ziehen und die feindliche Basis ausschalten. Endlich!

Großer Wehrmutstropfen

8 Bit Armies bietet zumindest auf dem Blatt Papier alles, was ein RTS Fan haben möchte. Inklusive Westwood Vertreter und einen der besten Soundtracks-Erschaffer unserer Zeit (sorry aber Frank Klepacki sorgte mit seinen „Hits“ für tolle, nostalgische Gefühle) fehlt einiges in diesem Spiel. Lasst es mich mal so ausrücken: Es ist zu einfach gestrickt. Ihr habt verdammt schnell alle Gebäude und Einheiten gesehen. Die Komplexität ist einfach nicht hoch. Das heißt zwar nicht, dass das Game und die Missionen einfach sind, aber leider bietet 8 Bit Armies nicht viele unterschiedliche Gebäude und Einheiten.
Aber leider ist das auch nicht alles. Warum steigen beispielsweise meine Cyborgs im Kampf nicht auf? Klar, in den ersten Command and Conquer Teile war dies auch nicht der Fall, aber dafür bot man hier mehr Variationen an Einheiten an.
So fehlt aus meiner Sicht leider der Tiefgang. Im Grunde baut ihr eine Raffinerie, ein Ausbildungslager für Soldaten und eine Waffenfabrik. Danach geht es eigentlich schon direkt zur Superwaffen. Schaut immer, dass ihr genügend Strom habt, denn dann könnt ihr noch Verteidigungsanalgen (zwei in der Anzahl) bauen. Von allem hätte ich mir einfach mehr gewünscht!

Motivationspunkt Sterne

Der wirklich große Motivationspunkt in 8 Bit Armies ist das Erreichen aller Sterne in jeder Mission. Während das reine durchspielen in der Tat etwas einfach ist, könnte sich das Sammeln aller Boni und vor allem Achievements bzw. Trophäen als sehr knackig erweisen. Nicht selten müsst ihr in einer sehr knappen Zeit einen oder zwei Feinde komplett besiegen und dürft dabei bestimmte Einheiten nicht bauen.
Für mich ist das motivierend und ich möchte mit meinem Ehrgeiz wirklich versuchen, alle Missionen von beiden Parteien (es gibt zwei verschiedene „Seiten“ zu spielen) zu vervollständigen. Schön ist übrigens auch, dass es extra nochmal 12 Koop Missionen gibt, die ihr mit eurem Kumpel online ohne Probleme spielen könnt.

Technik

Technisch gesehen setzt das Spiel bewusst auf eine Retro Grafik. Ich mag diese Optik und sie lässt sich auch wunderbar mit dem Genre vereinbaren. Aber wie ich oben schon angemerkt habe, fühle ich mich in diesem Spiel zu sehr eingeschränkt. Warum nicht mehr Einheiten? Warum sind die Karten nicht größer und vor allem die Missionen Abwechslungsreicher.
ich würde mal behaupten, dass der Weg und die Zielgruppe des Spiels wirklich gut getroffen wurde und ich fühle mich als C&C Fan auch wirklich auf Wolke sieben, dass ich sowas nochmal – und vor allem im Koop – zocken darf. Aber da hätte man durchaus mehr draus machen können.
Denn eines ist klar, der Rest stimmt. Besonders möchte ich noch einmal den Soundtrack hervorheben, der mich an den Tiberium Konflikt erinnert.

Fazit

8 Bit Armies sollte definitiv von jedem „Basis-Aufbau-Fan“ gezockt werden. Allein schon Command and Conquer Veteranen sollten einen Blick drauf werfen. Ich freue mich schon wieder auf die nächste Partie des Spiels. Das einzige was meine Freude dämpft ist die Tatsache, dass irgendwie nur das nötigste integriert wurde. Schnell hat man alle Einheiten und Gebäude gesehen.
Besonders Spaß macht der Koop Modus. Was gibt es schöneres als mit einem Freund zu Bauen und die Gegner mit einer riesigen Macht an Einheiten zu überfallen?
Dabei wird die Motivation durch das Erreichen aller Sterne in jeder Mission natürlich erhöht. Problem dabei nur ist, dass diese zum Teil schon sehr knackig sein können. Aber das ist dann vielleicht auch der nötige Ausgleich für 8 Bit Armies. Damit können die Entwickler mich auf jedem Fall fesseln. Auch möchte ich ganz klar sagen, dass ich mir mehr von dieser Art von Spielen wünsche! Unterstützt dieses Game, vielleicht erwartet uns ja mal ein Remake von C&C oder gar ein neues. Ach kommt schon, träumen darf man ja wohl noch, oder?

Zocken ist meine Leidenschaft. Besonders Games mit Atmosphäre, toller Story und einem wunderbaren Sound ziehen mich immer wieder in den Bann. Meine Lieblingsgenres sind: Rollenspiele, Shooter und Strategie und Action.

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